Sie redet jeden an die Wand

Strahlende Siegerin: Antonia Stille aus Othmarschen. (Foto: UOM)

Die 18-jährige Antonia Stille aus Othmarschen gewinnt beim Bundesfinale von Jugend debattiert

Ulla Ortlepp-Matthes, Othmarschen - Sollen religiöse Bildverbote von den Medien beachtet werden? So lautete das Thema für die Finalteilnehmer von Jugend debattiert aus den Jahrgangstufen 10 bis 13. Antonia Stille trat überzeugend gegen eine derartige Selbstbeschränkung ein und konnte mit ihrer Argumentation souverän den im Sendesaal des rbb stattfindenen Schülerwettbewerb für sich entscheiden. Es war ihre erste Teilnahme an Jugend debattiert.
„Ich finde den Wettbewerb wirklich cool, weil er unsere pluralistische Gesellschaft repräsentiert. Aber eigentlich hatte ich keine Zeit, mitzumachen, weil ich mit der Aufführung unseres Musicals Cats“ an der Schule so viel zu tun hatte“, sagt die Tochter zweier Journalisten. Hinzu kam, dass sich die Schülerin des Gymnasiums Othmarschen auch noch im Abitur befand. „Das Abi lief eigentlich ganz entspannt. Ich musste allerdings in meinem mündlichen Abiturfach Biologie früher geprüft werden, weil es ansonsten mit den Terminen von Jugend debattiert nicht gepasst hätte. Ich war somit als erste Gymnasiastin in Hamburg mit dem Abi durch“, sagt die 18-Jährige, die einen beeindruckenden Abiturdurchschnitt von 1,0 erreicht hat.

Jetzt wirkt Antonia erst einmal bei „Cats“ mit

Alle Teilnehmer des Bundesfinales von Jugend debattiert erhielten eine Aufnahme in das Alumni-Programm sowie eine siebentägige Akademiewoche mit weiterer rhetorischer Fortbildung. Wann Antonia Stille diese antreten kann, bleibt abzuwarten. Zunächst steht sie ab dem heutigen Mittwoch, 8. Juli, bis Sonntag, 12. Juli, in der P-Aula des Gymnasiums Othmarschen auf der Bühne. Im Musical „Cats“ spielt sie die Katze Grizabella.
Anschließend geht es mit der besten Freundin in den Urlaub, dann steht der Führerschein an. Dass sie nächstes Jahr ein Lehramtsstudium für Deutsch aufnehmen wird, steht für sie fest.
„Bei der Wahl der übrigen Fächer lasse ich mir noch Zeit. Auf jeden Fall will ich außerhalb Hamburgs studieren, um eine andere Stadt kennenzulernen und meinen Horizont zu erweitern“, sagt Antonia Stille und entschuldigt sich – sie müsse jetzt wieder zur Probe.
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