Sie leiten in den Pausen die Sportangebote

Fünf der insgesamt sieben neu ausgebildeten Sportassistenten in der Elbschule: Melina R., Melina K., Dylan (hintere Reihe), Julia und Helena (vorn,v.l.). Foto: nig (Foto: nig)

An der Elbschule wurden Schüler zu Sportassistenten ausgebildet

A. Niggemeyer, Bahrenfeld – „Früher habe ich selber immer gequatscht aber jetzt weiß ich, wie doof das ist“, räumt der 15-jährige Dylan ein und zeigt sich einsichtig. Der Neuntklässler ist einer von sieben Schülern des Bildungszentrums Hören und Kommunikation, die im letzten Schulhalbjahr erfolgreich zu Sportassistenten ausgebildet wurden. Die Elbschule besuchen schwerhörige und gehörlose Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse.
Auch die 15-jährige Melina hat die Ausbildung, die von der Hamburger Schulbehörde und der AOK gefördert wurde, absolviert. Etwa drei Mal pro Woche sind Sportassistenten im Einsatz und leiten die besonderen Angebote der Schulpausen für sogenannte Aktive Pausen. Die Sportassistenten kümmern sich um den Verleih der Sportgeräte, erklären Spielregeln, sind Schiedsrichter, Organisationstalente und behalten die Übersicht.
„Es gibt keine Trennung von schwerhörigen und gehörlosen Schülern. Es ist toll zu sehen, wie problemlos die Kommunikation unter den Kindern funktioniert“, erzählt Lehrer Jan Finkelmeyer. Besonders stolz sind er und seine Kollegin Susanne Schroeder auf die große Verlässlichkeit und Verantwortungsbereitschaft der jungen Assistenten. „Das ist eine super Persönlichkeitsentwicklung und eine große Bereicherung für die Schulgemeinschaft“, so Schroeder.

Sportassistenten können
auch Erste Hilfe leisten

Jeder profitiert von dem vielfältigen Angebot im Schulalltag. Gut gebrauchen können die Schüler das Zertifikat natürlich auch im Lebenslauf und für ihre Bewerbungen: Vereine suchen immer wieder nach ausgebildeten Sportassistenten wie Dylan und Melina.
Aber die beiden sind nicht nur fit in Sachen Spielregeln: In den letzten Monaten haben sie auch gelernt Erste Hilfe zu leisten, Geräte zu warten, vor einer Gruppe zu sprechen und bei Störungen oder Problemen richtig zu reagieren.
Gelächter und anfängliche Scherze von Mitschülern sind ganz schnell verschwunden. Ein Effekt, den Jan Finkelmeyer gut kennt. „Ein Schüler wird als Schiri wird meistens viel besser akzeptiert als ein Lehrer.“
Die nächste Ausbildung weiterer Sportassistenten ist schon für das nächste Halbjahr geplant.
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