Schüler in eigenen Firmen erfolgreich

Lernen im Freien: Björn, Finnegan, Niklas und Leo (v.l.) aus dem Start Up Produktion bauten im Sommer einen Unterstand auf der schuleigenen Wiese. (Foto: pr)

Stadtteilschule Rissen: Hamburger Bildungspreis 2015 für Start Ups zur Berufsorientierung

Rissen - Gelangweilten Schülern wird von Lehrern oft der Spruch zitiert: Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir. Aber stimmt das? Die Neunt- und Zehntklässler der Stadtteilschule (STS) Rissen machen jährlich die Probe auf´s Exempel: Im Unterricht gründen sie Schülerfirmen, so genannte „Start Ups“, und bieten dann ihre Produkte und Dienstleistungen in der freien Wirtschaft an.
Mit großem Erfolg. Für die Projekte bekam die STS Rissen den Hamburger Bildungspreis 2015 verliehen.

In welchen Bereichen gibt es Schülerfirmen?

Für die etwa 80 Schüler werden Start Ups in vier Bereichen angeboten: Produktion, Druck und Design, Garten- und Landschaftsbau sowie Medientechnik. Dafür müssen sich die angehenden Unternehmer schriftlich bewerben.

Wer betreut die Schüler?
An der STS Rissen arbeiten Lehrer, die über Zusatzausbildungen in den angebotenen Start Ups verfügen.
Zusätzlich können außerschulische Fachleute engagiert werden, durch die die Schüler Einblicke in die Arbeitswelt, Unterstützung sowie direkte Rückmeldung zu ihrer Arbeit erhalten.

Was machen die Schüler in ihren Unternehmen?
Sie führen beispielsweise Hunde aus, mähen den Rasen oder übernehmen einen Verpackungsservice für Präsente. „Eine Apotheke war so zufrieden mit der Arbeit, dass sie für das nächste Jahr bereits einen neuen Auftrag erteilte“, freut sich Nicolai Maßmann, Sprecher der Schule.

Warum gründen die Schüler ihre Unternehmen?
Die Start Ups dienen der praktische Berufsorientierung. Sie ist ein zentraler Baustein des Schulprogramms. Ein Tag pro Woche lernen die Schüler im Start Up.

Sind sie eine Konkurrenz zu etablierten Betrieben?
Nein, denn die Schüler übernehmen fast nur Aufträge in der direkten Nachbarschaft und arbeiten weder ganzjährig noch profitorientiert.

Wie hoch war das Preisgeld?
10.000 Euro, gestiftet von der Haspa und dem Hamburger Abendblatt. Das Geld fließt in die vier Start-Up-Bereiche. Angeschafft werden unter anderem eine Motorsense und -fräse sowie ein Schneideplotter.
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