Schicke Sachen für wenig Geld

Wollen einen Ort der Begegnung schaffen: „Wir planen Veranstaltungen mit Flüchtlingen und Anwohnern“, sagen Renate Zinser (li.) und Georgia Schmidt-Lendner vom BaNotke. Foto: cvs

Sozialkaufhaus BaNotke in Bahrenfeld eröffnet

Ch. v. Savigny, Bahrenfeld

Bücher ab 50 Cent, das komplette Kaffeeservice für fünf Euro: Viel Geld zahlen die Besucher nicht im neuen Sozialkaufhaus „BaNotke“, das nach seinem Standort in der Notkestraße benannt ist. Mit viel Liebe zum Detail haben die Verantwortlichen die gut 450 Quadratmeter im Souterrain eines ehemaligen Bürohauses zu einem Laden-Treffpunkt ausgebaut: Es gibt ein Café, mehrere Seminarräume, sowie Computer-Arbeitsplätze.
Vor wenigen Wochen hat das „BaNotke“, das vom Altonaer Beschäftigungsträger „KoALA“ (Kooperation Arbeiten, Lernen und Ausbildung) in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt betrieben wird, seine Pforten geöffnet. „Wir wollen ein Ort der Begegnung sein“, sagt Standortleiterin Georgia Schmidt-Lendner. Im BaNotke findet sich eine Vielzahl von Second-Hand-Büchern, dazu Geschirr, diverse Haushaltsgegenstände, Kinderspielzeug und CDs. Der benachbarte Verein „Nutzmüll“ hat eine Auswahl an schicken, selbstgefertigten Taschen und Kleidungsstücke beigesteuert. „Ganz begeistert“ sei sie von der Spendenflut gleich zu Beginn gewesen, berichtet Schmidt-Lendner. „Es kamen ganze Wagenladungen voll.“
Doch im Kaufhaus kann man nicht nur einkaufen, sondern auch praktische Lebenshilfe bekommen: Wer Schwierigkeiten mit Behördenbriefen hat, erhält vor Ort Schreibhilfe, dazu gibt es die Möglichkeit, sich übers Internet nach offenen Arbeitsstellen umzusehen. Für kleines Geld bietet die Cafeteria mittags Lasagne, Roastbeef oder Quiche Lorraine an. Alle Angebote richten sich an Menschen mit geringem Einkommen (Nachweis erforderlich).
Mit der Eröffnung des BaNotke haben 25 Langzeitarbeitslose einen Ein-Euro-Job gefunden. Sie arbeiten im Verkauf, im Café und im Bürobereich. „Ziel ist es, diesen Menschen wieder eine Struktur zu vermitteln“, sagt Renate Zinser, pädagogische Anleiterin. „Für mich geht es auch um den menschlichen Aspekt: Ich möchte den Betroffenen das Gefühl geben, dass sie gebraucht werden. Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten, aber nicht jeder schafft es damit auf den ersten Arbeitsmarkt.“ Aktuell betreut der Träger KoALA, der in der Kleinen Rainstraße zuhause ist, rund 100 Arbeitslose.

BaNotke
Notkestraße 7
Tel. 60 79 57 65
Öffnungszeiten: mo bis fr 10 bis 16.30 Uhr
❱❱ www.koala-hamburg.de/banotke
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.