Sabine Postel drehte in Flottbek

Kleiner Scherz am Set: Hauptdarstellerin Sabine Postel zeigte sich kurz als „Hausherrin“ in der Haustür im Riemenschneiderstieg 17. Foto: pr

Riemenschneiderstieg wurde zur Kulisse für eine Folge der ARD-Serie „Die Kanzlei“

Stefanie Ender, Gross Flottbek

Im Riemenschneiderstieg, wo es sonst eher gemütlich zugeht, waren große Scheinwerfer aufgebaut und Menschen liefen geschäftig umher. Ein Haus in der sonst ruhigen Seitenstraße wurde vom ARD-Filmteam zum Dreh der TV-Serie „Die Kanzlei“ genutzt. Auch Hauptdarstellerin Sabine Postel ließ sich kurz vor der Haustür
blicken.
„Die Postel in ihrem neuen Heim“, scherzte die 62-jährige Schauspielerin am Set, als sie in der Tür des Hauses Nummer 17 stand. Für den Drehtag am Montag mietete die ARD das zweistöckige Einfamilienhaus von einem Groß Flottbeker, um Teile der 25. Folge der zweiten Staffel zu drehen. „Wann die gedrehte Episode genau ausgestrahlt wird, können wir noch nicht genau sagen“, so Pressesprecher Enno Wiese.
Die in Groß Flottbek gedrehten Szenen gehören zu einer Geschichte, in der die Rechtsanwältin Isa von Breda, gespielt von Sabine Postel, einem vermuteten Steuerschwindel auf der Spur ist.

Von einem Kiezclubbetreiber wird sie um Hilfe gebeten, den Finanzbeamten Gisbert Höhne, von Michael Schenk gespielt, genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn der steht im Verdacht, eigentlich mit der Polizei zusammenzuarbeiten und die Geschäfte des Clubbesitzers auszuspionieren. Die Handlung spitzt sich zu, als Höhne krankenhausreif geschlagen wird.
Anwältin Isa von Breda sucht daraufhin das Gespräch mit ihm und wartet vor seinem Haus. Unter dem Arbeitstitel „Blutgrätsche“ wurden am Montag von acht bis 15 Uhr die Szenen gedreht, in denen der Protagonist Höhne die Tür seines Hauses aufschließen will und von maskierten Angreifern brutal zusammengeschlagen wird. Zu seiner Rettung eilen Isa und Gudrun, die Reinigungsfachkraft der Kanzlei, gespielt von Katrin Pollitt, herbei.
Wegen Nieselregen und bewölktem Himmel wurde das Licht für den Dreh im Inneren des Hauses durch große Scheinwerfer aufgebessert. Etwa in drei Metern Höhe hingen sie und leuchteten von außen in die Fenster. Für die Nachbarn kein ungewohnter Anblick: „Die haben hier schon mal gedreht“, erklärte Hannelore Krieg, die mit ihrem Mann Gerhard gespannt am Wohnzimmerfenster stand, um das Treiben auf der anderen Straßenseite zu beobachten und „nach dem ein oder anderen Star Ausschau zu halten“.

Die Krimiserie „Die Kanzlei“ wird seit 2015 in der ARD gesendet. Zuvor lief die TV-Produktion unter dem Namen „Der Dicke“. Nach dem Tod von Hauptdarsteller Dieter Pfaff wurde die Serie umbenannt. Jetzt spielen Herbert Knaup gemeinsam mit Sabine Postel die Inhaber einer Anwaltskanzlei. Bis 17. Januar liefen die Folgen der ersten Staffel im Fernsehen. Die zweite Staffel wird derzeit produziert und „vermutlich Ende des Jahres gesendet“, so Enno Wiese von der Produktionsfirma. SE
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