Rollendes Biologielabor zum Tüfteln

Sie stellten das mobile Labor vor: Schüler zeigten zahrleiche Experimente, unter anderem, wie die Elektrophorese funktioniert. (Foto: sho)

13.000 Euro gespendet: Wedeler Unternehmen unterstützt
das Marion-Dönhoff-Gymnasium bei der Einrichtung eines mobilen Labors

Stephan Hoppe, Blankenese - Wie sucht und findet man den genetischen Fingerabdruck? Und wie gelingt der Nachweis fremder Gene in Lebensmitteln oder die Vervielfältigung von DNA-Fragmenten? Fragen, die zumindest die älteren Schüler des Marion-Dönhoff-Gym-nasiums künftig beantworten können.
Dank einer 13.000-Euro-Spende des britisch-schwedischen Pharma-Konzerns AstraZeneca GmbH mit Deutschland-Sitz in Wedel konnte die naturwissenschaftlich ausgerichtete Schule in Blankenese sich jetzt ein mobiles Kleinlabor (moLab) anschaffen. Gerade einmal 80 mal 90 mal 60 Zentimeter groß, kann der rollende und aufklappbare Laborschrank weit mehr als ganze Fachräume.
Hat die Mettwurst eine DNA? Wie läuft ein Vaterschaftstest? Dem Experimentieren und Forschen an der Straße Willhöden sind künftig kaum noch Grenzen gesetzt.

Bald wird es auch ein zweites moLab an der Schule geben


„Bislang konnten elementare Experimente nur theoretisch nachvollzogen werden. Jetzt bekommt forschendes Lernen an unserer Schule ganz neue Möglichkeiten“, freute sich Schulleiter Christian Gefert im Rahmen der Präsentation des mobilen molekularbiologischen Labors. Dirk Greshake, Geschäftsführer AstraZeneca Deutschland, betonte, dass von dem gespendeten Geld neben diesem Labor in weiteren Schritten spezielle Kühlschränke für die Lagerung von Chemikalien und Untersuchungsgegenständen sowie ein zweites moLab für ergänzende Experimente gekauft werden sollen.
„Kluge Köpfe sind die wichtigsten Ressourcen, die dieses Land besitzt und Pharma-Firmen dringend brauchen“, sagte Greshake. Derweil gingen im Unterrichtsraum zahlreiche Nachwuchs-Laboranten ihrer jeweiligen Beschäftigung nach, indem sie zum Beispiel eine sogenannte „Elektrophorese“ durchführten, bei der geladene Teilchen durch ein elektrisches Feld wandern.
Dirk Greshake stellte abschließend in Aussicht, Schüler im Rahmen von Berufs- und Orientierungswochen einzuladen, damit sie sich über berufliche Möglichkeiten im Unternehmen informieren können.
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