Revolution in der Biologie

Katarina Chapman, Gymnasium Hochrad, überzeugte die Jury mit ihren Projekt: Laser-Beugungsmuster als „Fingerprint“ von Bakterien. (Foto: AIRBUS/JUGEND FORSCHT)

Katarina Chapman kann Bakterien per Laser bestimmen und gewinnt beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“

Markus Tischer, Othmarschen – Besser geht es eigentlich nicht mehr: Katarina Chapman vom Gymnasium Hochrad hat im Landeswettbewerb „Jugend forscht“ mit ihrem Projekt „Laser-Beugungsmuster als ‚Fingerprint‘ von Bakterien“ im Bereich Physik gesiegt und darf Hamburg nun beim Bundeswettbewerb in Paderborn (26. bis 29. Mai) vertreten. Bei der Preisverleihung sprach die Jury der 16-Jährigen höchstes Lob aus.
Doch was ist das Besondere an diesem Projekt? Ist tatsächlich noch kein Wissenschaftler auf die Idee gekommen, bei der Identifizierung von Bakterien Laser zu verwenden? „Es gibt zwar etwas in dieser Richtung, aber nicht mit dieser einfachen Methode“, erzählt Katarina. „Es gibt unterschiedliche Methoden, Bakterien zu identifizieren, aber diese sind meist teuer, zeitaufwendig, beschädigen die Probe oder verlangen zusätzliche Informationen im Voraus. Was wäre, wenn man nur einen Laser bräuchte, um Bakterien zu identifizieren?“
Dieser Gedanke ließ die junge Frau nicht mehr los. Also forschte sie nach den Sommerferien los. Das Ergebnis ist revolutionär: „Ich kann per Laser erkennen, wie sich eine Kolonie entwickelt und wie alt sie ist“, so die Gymnasiastin. Das ist eine schnelle und kostengünstige Methode zur Bakterienbestimmung, die von einigen Experten schon als „revolutionär“ bezeichnet wurde.

Noch niemand hat erforscht, was Katarina herausfand

Das Faible fürs Forschen wurde der in den USA geborenen Nachwuchs-Wissenschaft-lerin quasi in die Wiege gelegt: Ihre Eltern arbeiten beide bei DESY. Katarina begründet ihrer Begeisterung aber auch mit dem tollen Gefühl, etwas zu entdecken, was man vorher nicht verstanden hat. „Und noch besser ist es, wenn es keine andere Person gibt, die das vorher gemacht hat.“
Mit Blick auf Paderborn freut sie sich aber noch auf etwas anderes, nämlich die Menschen, die sie dort kennenlernen wird. Drei davon hat sie allerdings schon beim Landeswettbewerb getroffen. Falk-Vincent von Appen (17), Nick Michaelis (17) und Lasse Michaelis (17) von der Stadtteilschule Blankenese haben im Bereich Technik Platz eins belegt. Sie haben sich damit beschäftigt, wie eine Drohne durch das automatische Auslösen eines Fallschirms vor dem Absturz bewahrt werden kann.
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