Raus aus der qualvollen Enge

Im Neubau gibt es jetzt genügend Platz für Musik- und Kunsträume, eine neue Mensa und Bibliothek sowie Klassenräue für die Unterstufe. Foto:VEL

Raus aus der qualvollen Enge

Julia Vellguth, Blankenese
Die Raumnot an der Stadtteilschule Blankenese hat endlich ein Ende: Im Erweiterungsbau sind auf rund 3.325 Quadratmetern Fläche neue Musik- und Kunsträume, eine Bibliothek und Mensa sowie Klassenräume für die Unterstufe entstanden. Mathias Morgenroth-Marwedel, seit 2007 Schulleiter der Stadtteilschule Blankenese, nahm von Anfang an die Raumnot wahr: „Die Schule war für 800 Schüler konzipiert, doch in der Spitze gibt es bis zu 1.200 Schüler.“
All die Jahre sei bei der Raumnutzung viel Erfindungsreichtum nötig gewesen. Besonders der Musikunterricht – mit Kunst und Theater ein Teil des Schulschwerpunktes „Ästhetische Bildung“ – habe unter ungünstigen Bedingungen stattgefunden, so Morgenroth-Marwedel.
Das Musizieren in den nicht schallgedämmten Räumen sei im ganzen Schulgebäude zu hören gewesen. „Diese Bausünde ist nun erledigt“, so Morgenroth-Marwedel.
Der eingeschossige Musikflügel besteht aus drei großen, hellen Räumen mit je einer schallisolierten Übungszelle. Hinzu kommen Lehrer- und Instru- mentenbereiche. „Die Räume sind fantastisch“, schwärmt Arun Dev Gauri, seit 2006 Musiklehrer an der Stadtteilschule. „Vieles ist sehr offen gestaltet und man begegnet sich mehr. Man muss jetzt ausprobieren, wie das funktioniert.“
Die drei großen Kunsträume verfügen je über einen Sammlungs- und Lagerbereich, außerdem gibt es einen Tonofen-Raum. Die Verbindung zwischen dem Kunst- und Musikbereich sowie dem alten Schulgebäude bildet die 320 Quadratmeter große Mensa mit Küche, die seit Ende Mai genutzt wird. Daneben befindet sich die Bibliothek. Der Klassentrakt oberhalb der Mensa wurde als geschützter Raum, als „Heimat“ für die jüngeren Jahrgänge konzipiert. Für eine flexible Raumnutzung gibt es Differenzierungsräume sowie ausklappbare Tische in den Fluren. „Es ist toll hier“, sagt Pia. „Schade, dass wir nur ein Jahr hier sind“, so die Unterstufenschülerin.
Für den Neubau waren im Jahr 2015 vier schimmelbelastete Gebäude abgerissen worden. Inklusive Abriss betrugen die Baukosten 10,2 Millionen Euro.
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