Radeln durchs Rheintal

Willkommene Unterbrechung: Pause am Rheinufer nach insgesamt 920 geradeltenKilometern. (Foto: pr)

Mannheim in Sichtweite: Stadtteilschüler haben bald das Ziel ihrer Radtour erreicht

Chr. v. Savigny, Rissen – Unterwegs auf zwei Rädern: Insgesamt vier Wochen lang tourt die 12a der Stadtteilschule (STS) Rissen durch Deutschland und die Niederlande. Dabei genießen die Schüler nicht nur die Schönheiten der Landschaft, sondern achten auch ganz genau auf die Beschaffenheit der Radwege. Ziel der Profilklasse „Leben in Hamburg – nachhaltige Ideen für unsere Stadt“ ist es, nach ihrer Rückkehr ein Fahrradverkehrskonzept für den Hamburger Westen zu entwickeln. Heute: die gut 500 Kilometer lange Etappe von Amsterdam nach Mannheim.
Voll mit Eindrücken aus der Fahrradmetropole Amsterdam begibt sich die 16-köpfige Gruppe auf das längste und anstrengendste Teilstück der gesamten Tour. Waren die Schüler bislang immer nach Westen geradelt, geht es ab sofort direktemang in Richtung Südosten – zurück nach Deutschland. Bei schönem Herbstwetter pedalieren die Rissener an Pferdeställen, Bauernhöfen und Windmühlen vorbei und haben zwei Tage später die Grenze passiert.

Radwege in Deutschland sind katastrophal

Die Stimmung ist prächtig – auch wenn nicht immer alles glatt läuft: Etliche Male müssen platte Reifen geflickt werden, mehrere Schüler und Lehrer plagen sich mit Zipperlein wie Erkältung und schmerzenden Knien herum. Den Gesunden bringt das übrigens einen unschätzbaren Vorteil: Denn die Rekonvaleszenten fahren üblicherweise mit dem Zug voraus und kümmern sich schonmal um eine geeignete Unterkunft. Übernachtet wird immer möglichst günstig – in Pfadfinderheimen, Jugendzentren oder Gemeindehäusern. Manchmal auch auf dem Zeltplatz, obwohl die Nächte bereits recht kühl sind. Hinter Kleve führt die Strecke durchs Rheintal. Die weiteren Stationen heißen Dormagen, Bad Breisig (bei Koblenz), Nieder-Olm (bei Mainz) und Worms. Während die Gruppe in den Niederlanden radwegetechnisch verwöhnt wurde, ist es in Deutschland katastrophal: löchrige, mit Wurzeln durchzogene Fahrbahnen, teils sogar nur schmale Schotterpisten, die kaum Gegenverkehr zulassen. Ein Schüler wurde sogar von einem Autofahrer geschnitten, kippte mitsamt seinem Drahtesel um. Das Resultat ist – zum Glück! – nur ein blauer Fleck.
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