Platz ohne Namen

Ann-Katrin Martiensen, Erste Vorsitzende im Bürgerverein Flottbek-Othmarschen, freut sich auf E-Mails und Briefe mit Vorschlägen, wie der Platz heißen soll. Auch, wer gegen eine Benennung ist, kann ihr schreiben. (Foto: pr)

Braucht der kleine Platz an der Waitzstraße einen Namen? Falls ja, wie soll er heißen?

Gross Flottbek – Penn-Platz oder Am Loch – das sind wenig schöne Namen für den kleinen Platz am S-Bahnausgang Othmarschen. Doch es gibt keinen offiziellen Namen. Wird dieser überhaupt von den Bewohnern des Stadtteils gewünscht? Falls ja, welchen Namen soll die Frei-fläche bekommen? Ann-Katrin Martiensen, Erste Vorsitzende des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen (BVFO), hat jetzt die Initiative ergriffen und eine Umfrage gestartet: Einen Namen für den Platz – ja oder nein?

Wer hatte die Idee, den Platz zu benennen?
Veronika Glaab-Post, Erste Vorsitzende der Interessengemeinschaft Waitzstraße, und Andreas Frank, IGW Marketing-Spezialist, sowie Ann-Katrin Martiensen fänden es gut, wenn der Platz einen offiziellen Namen bekäme. Doch es gibt auch Mitglieder des BVFO, die das nicht wünschen. „Der Platz ist zu klein und unbedeutend, als dass er überhaupt einen Namen verdient hätte“, meint
Christoph Beilfuß.

Warum hat der Platz keinen Namen?
Dort war gar kein Platz vorgesehen. „Auf einem Großteil dieser Fläche sollten 1996 Ladengeschäfte gebaut werden. Zur S-Bahnstation war ein Zugang vorgesehen. Das wurde damals von seiten des Amtes abgelehnt“, erklärt Martin Roehl, Sprecher des Bezirksamtes Altona.
Jetzt werden Waitzstraße und Beselerplatz aufgepeppt. Business Improvement District (BID) nennt sich das geplante Zweckbündnis von Bezirksverwaltung und lokalen Grundstücksbesitzern, die Einkaufsstraßen zu verschönern. Im Zuge der Umbaumaßnahmen soll der Platz zum Veranstaltungsort ausgebaut werden. „Da wäre es doch zweckmäßig, wenn er einen Namen hätte“, so Martiensen.

Welche Namensvorschläge gibt es schon?
Claus-Bernhard Elstermann schlägt „Ulmenplatz“ vor, hieß doch die Waitzstraße früher Ulmenstraße. Auch die Vorschläge Siegfried-Lenz-Platz und Zassenhausplatz liegen vor. Ersterer bummelte und kaufte gern in der Waitzstraße ein, zweitere besser bekannt als „Engel von Fuhlsbüttel“. Sie half skandinavischen Gefangenen des Nazi-Regimes. „Ich würde mich freuen, wenn die kleine Fläche eine der Umgebung entsprechende Benennung in Erinnerung an eine weibliche Person erfahren würde“, so Bezirksamtsleiterin Liane Melzer.

Bis wann sollten die Namen beim Bürgerverein eingehen?
„Es wäre schön, wenn wir bis Ende April alle Namen und Meinungen, ob der Platz überhaupt einen Namen bekommen soll, hätten“, sagt Martiensen.

Und was passiert, wenn man einen Namen gefunden hat?
Die Vorschläge werden der Bezirksversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Der Siegervorschlag wird dem Staatsarchiv übermittelt. Dort wird dann entschieden, ob der Platz wie gewünscht heißen kann.
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