Paradies für Bücherfreunde

Hat gut lachen: Hiltrud Klose und ihre Buchhandlung Kortes wurde für den Hamburger Buchhandlungspreis nominiert. (Foto: pr)

Blankeneser Buchhandlung Kortes nominiert für den Hamburger Buchhandlungspreis

Blankenese – Sie ist dabei: Hiltrud Klose und ihr Team von der Buchhandlung Kortes. Als eine von insgesamt zehn inhabergeführten Buchhandlungen in Hamburg ist sie in der engeren Auswahl für die Vergabe des Hamburger Buchhandlungspreises. Er wird besonders engagierten Buchhändlern verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.
1.367 Hamburger folgten im Juni dem Aufruf der Kulturbehörde, ihre Lieblingsbuchhandlung zu nennen und ihre Wahl kurz zu begründen. Aus der Fülle der Einsendungen hat eine Jury, der unter anderem Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg) angehörte, jetzt eine Kurzliste von zehn preiswürdigen Buchhandlungen erstellt. Und auf dieser steht auch Kortes. „Es ist wunderbar, dass wir nominiert sind“ , freut sich Inhaberin Hiltrud Klose. „Wir sind in sehr guter Gesellschaft von hervorragenden Buchhandlungen.“ Beispielweise der Buchhandlung Felix Jud.

Am 29. September wird Geburtstag gefeiert


Das „Geheimrezept“ von Hiltrud Klose: „Schnell auf das, was in der Welt geschieht, reagieren“. Dabei die Übersicht zu behalten, ist nicht leicht. „Wir bekommen viele Leseexemplar-Pakete von den Verlagen. Dann lesen und lesen wir. Bücher, die wir schätzen und für unser Publikum lesenswert finden, nehmen wir in unser Sortiment auf.“
Seit fast zehn Jahren ist die Buchhandlung in der Elbchaussee 577 mit den Namen Hiltrud Klose und Cathrin Stenzel verbunden. „Am 29. September feiern wir zehnten Geburtstag“, freut sich Klose. Die Buchhandlung Kortes ist aber schon viel älter: Sie wurde im Jahr 1921 von Alfred Kortes in der Uckermark gegründet, der dann nach Hamburg umsiedelte. Nach dem 2. Weltkrieg war Kortes die erste Buchhandlung, die in Hamburg von den Briten wieder zugelassen wurde.
Dass Hiltrud Klose heute Inhaberin einer Buchhandlung ist, das wurde ihr nicht an der Wiege gesungen. „Ich war in einer Buchhandlung im ostfriesischen Leer eine gute Kundin. Dann hat mich der Inhaber gefragt, ob ich nicht auch Bücher verkaufen wolle. Gesagt, getan. Ich hab dann umgeschult“, erinnert sie sich. Studiert hatte sie nämlich Geschichte, Germanistik und Publizistik.
Schnell auf das Weltgeschehen reagieren, den Geschmack der Kunden kennen und auch mal ein Schwätzchen halten – das kommt an. Sonst wäre die Buchhandlung von den Kunden wohl kaum für die Auszeichnung vorgeschlagen worden.
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