Othmarschen wird 700 Jahre alt

Eine Ansichtskarte aus der Zeit um 1900. Viele Grüße aus der Ferne schickte M. Clasen aus Groth´s Gesellschaftshaus. Foto: pr

Das Jubiläum wird mit zahlreichen Veranstaltungen
eine Woche lang gefeiert

Karin Istel, Othmarschen

Es ging um den Tausch von Land: Das Kloster Harvestehude im Dorfe Othmarschen wechselte mit der Vikarie in Winterhude die Zuständigkeit für landwirtschaftliche Flächen. Das genehmigte das hamburgische Domkapitel am 29. Juni 1317. In dieser Urkunde wurde Othmarschen erstmals urkundlich erwähnt. Grund genug, für die Mitglieder des Bürgervereins Flottbek Othmarschen (BVFO), jetzt, 700 Jahre später, eine Festwoche zu organisieren.
„Gefeiert wird von Sonntag, 25. Juni, bis Sonntag, 2. Juli“, freut sich Ann-Katrin Martiensen. Die Erste Vorsitzende des BVFO fährt fort: „Eröffnet wird die Festwoche am Sonntag um 10.30 Uhr mit einem Festgottesienst in der Christuskirche. Anschließend gibt es einen Empfang im Gemeindezentrum Roosensweg. Um 12.45 Uhr startet der offizielle Festakt im Gemeindehaus der Christuskirche“, zählt sie auf. Auf dem Empfang werden gleich zwei Bezirksamtsleiter sein: Zum einen wird die amtierende Bezirksamtsleiterin Liane Melzer die Feiernden begrüßen. Zum anderen wird der ehemalige Bezirksamtsleiter und Staatsrat Hans-Peter Strenge die Festrede über den Stadtteil Othmarschen halten.
Ab Montag 26. Juni, stehen zahlreiche Führungen auf dem Programm wie beispielsweise die Besichtigung der Betriebs-zentrale im Elbtunnel und die der Asklepios Kllinik Altona sowie Vorträge.
Am Sonnabend, 1. Juli, steigt von 12 bis 20 Uhr auf der Wiese vor dem Röperhof das große Stadtteilfest (siehe Kasten).
Am Sonntag, 2. Juli, klingt das Fest mit einem Gottesdienst in der Ansgarkirche (Griegstraße) aus. Einen kleinen Nachschlag gibt es aber schon noch: Um 12 Uhr lesen die „Poeten im Park“. Treffpunkt: Südseite des Jenischhauses.
Während der Festwoche läuft in der VHS, Waitzstraße 31, die Ausstellung zum Jubiläum mit Bildern aus dem historischen Othmarschen. Christoph Beilfuß bietet Führungen an (S 880 22 45).
Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt
Und wie kam Othmarschen nun zu seinem Namen? Eindeutig geklärt ist das bis heute nicht. In der Urkunde von 1317 wird das Dorf „Othmerschen“ genannt. Historiker gehen davon aus, dass der Name „Heim des Otmar“ bedeutet. Ein fränkischer Einsiedler namens Otmar soll Anfang des neunten Jahrhunderts das Dorf gegründet und ihm kurzerhand seinen Namen gegeben haben.
Im 16. Jahrhundert verwendete die Behörde in Urkunden die hochdeutsche Form „Othmarsheim“, aus der sich im Laufe der Zeit der Name „Othmarschen“ gebildet hat.

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