Neues Zuhause für Flüchtlinge

Zwischen dem Asklepios Westklinikum und dem Sportplatz sollen in Rissen 800 neue Sozialwohnungen entstehen. (Foto: pr)

Auf der Rissener Suurheid sollen Sozialwohnungen für Flüchtlinge gebaut werden – Einzug: Ende 2016

Rissen - Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) sucht händeringend nach großen, freien Flächen, auf denen neue Wohnungen für Flüchtlinge gebaut werden können. Das Bezirksamt Altona hat das Gebiet Suurheid der Behörde vorgeschlagen. Jetzt wird geprüft, ob hier Sozialwohnungen gebaut werden können.

Wo liegt die Fläche?
Zwischen dem Asklepios Westklinikum im Süden unddem Sportplatz im Norden, also zwischen Suurheid/Parsifalweg und Marschweg. Es ist eine von hamburgweit sieben Flächen.

Wie groß ist sie?
Acht Hektar. Hier ließen sich gut zehn Fußballfelder einrichten.

Dürfen hier Wohnungen gebaut werden?
Ja, das Gelände war dafür bereits vorgesehen. „Nun wird eine dichtere Bauweise verfolgt, um eine größere Zahl an Wohnungen für Flüchtlingsunterkünfte zu erreichen“, sagt Magnus-Sebastian Kutz, Sprecher der BSW. Auf Deutsch:  Die Häuser werden enger aneinander gebaut, damit der Platz für mehr Häuser reicht.

Was ist geplant?
Private Investoren sollen hier in Energie sparender Bauweise bis zu 800 geförderte Sozialwohnungen nach aktuellen Baustandards errichten, die bis Ende 2016 fertig sein sollen. Sie sind für 15 bis 30 Jahre gebunden, sowohl im Mietpreis als auch in der Belegung. Zunächst werden die Wohnungen als Flüchtlingsunterkünfte genutzt: Es werden bis zu fünf Personen in einer Wohnung leben

Können auch andere Personen mit kleinem Geldbeutel einziehen?
Fördern und Wohnen soll die Gebäude 15 Jahre lang als öffentliche Unterkunft für Flüchtlinge betreiben. Doch es wird Ausnahmen geben: Für einzelne Wohnungen oder Häuserblöcke sollen in dieser Zeit auch reguläre Mietverträge abgeschlossen werden können. „So können sukzessive auch Haushalte integriert werden, die keinen Flüchtlingsstatus haben“, sagt Kutz.
Nach den 15 Jahren stehen die Wohnungen dauerhaft dem Wohnungsmarkt zur Verfügung. Personen mit §5-Schein könnten dann einziehen.

Was kostet die Bebauung des Gebietes und Unterbringung der Flüchtlinge die Stadt?
In diesem Jahr werden 455 Millionen Euro zusätzlich zur laufenden Wohnraumförderung bewilligt.


September Zahlen
Hamburg hat im September 10.100 Flüchtlinge aufgenommen. Davon verblieben 2.886 Schutzsuchende in der Hansestadt, die anderen wurden in andere Bundesländer gebracht. Die im September Hamburg zugewiesenen Flüchtlinge stammen überwiegend aus Syrien (1.242), Afghanistan (635), Irak (270), Eritrea (208) und Albanien (119).
Insgesamt sind in diesem Jahr bislang 35.021 Flüchtlinge nach Hamburg gekommen, von denen 13.179 auch hier bleiben.
Ende September gab es in Hamburg an 24 Standorten Zentrale Erstaufnahmen mit rund 16.200 Plätzen zur Unterbringung von Flüchtlingen, davon 4.200 in Zelten. Bis zum Jahresende sind, nach derzeitigen Plänen, weitere 10.750 Plätze vorgesehen. Der Hamburger Senat hat jetzt Anselm Sprandel (56) zum Flüchtlingskoordinator ernannt. Er soll sich um die Schaffung von weiteren Unterbringungsplätzen kümmern. OZ
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1 Kommentar
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Pro Rissen aus Rissen | 01.11.2015 | 02:47  
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