Nazi-Schmiereien am neuen Sportzentrum Marschweg

„Wehrt Euch Hamburg“ ist auf den Platten entlang des Spielfeldes zu lesen. Darüber malten die Vandalen ein Hakenkreuz auf den Rasen. Foto: pr

RSV hofft, die faschistischen Parolen und Symbole
vor der Einweihung entfernen zu können

Karin Istel, Rissen

Es hätte ein unbeschwertes Fest werden können: Am Sonntag, 26. März, wollte der Rissener Sportverein (RSV) ab 11 Uhr einfach nur sein neues Sportzentrum am Marschweg 85 einweihen: zwei nagelneue Kunstrasenplätze, ein Beachvolleyballfeld, ein Sportlerheim samt neuer Geschäftsstelle und Gymnastikraum. Doch die Freude ist getrübt: Unbekannte hatten die Anlage, insbesondere die Kunstrasenplätze, mit Nazi-Symbolen beschmiert. Jetzt hofft der Verein, die Schäden schnell zu beseitigen und doch noch eine ruhige Eröffnung zu feiern.
Schmierereien wie „Wehrt Euch, Hamburg!“ und Nazi-Symbole sind jetzt mit weißer Farbe auf den neuen Kunstrasenplätzen, Lichtmasten und Umkleidekabinen zu lesen. „Das ist eine Sauerei“, heißt es aus dem Verein. Die Polizei hat die Ermittlungen bereits aufgenommen.
Bis zur Eröffnung sollen die Schmierereien entfernt werden. Das könnte sich als schwierig erweisen. Denn zum einen weiß keiner so genau, um was für eine Farbzusammensetzung es sich handelt. Zum anderen ist unbekannt, ob der Rasen durch die Reinigungsmittel Schaden nimmt.
Doch aufgeben will der Verein nicht. „Die Vorbereitungen für die Eröffnung laufen.“ Am Sonntag ist nach den Grußworten um 12.15 Uhr das Eröffnungsspiel Senioren gegen Rathauskicker auf dem Kunstrasenplatz 1 geplant. Um 12.45 Uhr dürfen Kinder und Jugendliche den zweiten Rasenplatz bespielen. Dann spielen die 1. und 2. Herren.
Ab 14.15 Uhr gibt es ein Fotoshooting mit HSV-Maskottchen Dino Hermann.
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