Mehr Tiere, mehr Naturerlebnis

Natur vor der Haustür: Viele Rissener gehen im Klövensteen spazieren. Foto: michael lembke

Das Wildgehege Klövensteen soll „Naturwildpark“ werden

Gaby Pöpleu, RissenErstmal ist es nur ein Plan: Für bis zu 30 Millionen Euro soll das Wildgehege Klövensteen in den nächsten 25 Jahren verbessert werden. Der Bezirk Altona, dem das Wildgehege gehört, stellte jetzt einen „Masterplan“ vor, mit dem die langfristige Zukunft des Parks auf planerisch einwandfreie Füße gestellt und Ideen festgeklopft werden sollen. Welche einzelnen Maßnahmen umgesetzt werden, ist aber noch komplett unklar.
Dabei gibt es aktuell offenbar gar keinen Anlass für Sanierungen oder Ausbau: „Das Wildgehege ist attraktiv und ein Publikumsmagnet“, sagt Martin Roehl, Sprecher des Bezirksamtes Altona. „Jährlich nutzen etwa 200.000 Besucher dieses besondere Freizeit- und Bildungsangebot, ohne Eintritt zahlen zu müssen.“ Mit diesen Besucherzahlen bewege sich das Wildgehege durchaus in der Größenordnung der Hamburger Museen und Theater, betont Roehl.
 
Warum ist ein Masterplan notwendig? Der Plan soll die Grundlage für alle zukünftigen Pläne für das Wildgehege sein. Er soll sicherstellen, dass alle Beteiligten und Nachbarn, zum Beispiel Forstbetriebe, am gleichen Strang ziehen.Welche konkreten Maßnahmen enthält der Plan? Das Ziel ist ein „Naturwildpark Klövensteen“. Das bisherige Gelände des Wildgeheges soll erhalten bleiben. Im nördlichen offenen Bereich sollen neue Anlagen entstehen. Dort sollen auch seltene heimische Tierarten gezeigt werden. Dazu kommen „neue Erlebnis- und Erkundungsstationen“, so Roehl. Das vorhandene Wegesystem werde beibehalten, durch zusätzliche Erkundungspfade ergänzt. Die Bachläufe und der Rüdigerteich sollen einbezogen werden. Denkbar ist aber wohl auch ein neues zentrales Gebäude mit Försterei, Waldschule, Veranstaltungsräumen, Übernachtungsmöglichkeiten.
Wer bezahlt das? Neben Stiftungen, die das Wildgehege Klövensteen unterstützen, wird Geld aus dem Hamburger Haushalt in den Naturwildpark fließen. Zuschüsse könnten zum Beispiel aus dem Ausgleichsfonds für Umwelteingriffe an anderen Stellen kommen. Wie genau die Betriebskosten bezahlt werden können, ist noch nicht klar. Denkbar wären zum Beispiel Bezahlangebote wie Tierfütterungen, geführte Touren, Übernachtugen, Vermietung von Veranstaltungsräumen. Eintrittsgeld soll auch in Zukunft nicht erhoben werden.
Wann soll es losgehen? Der Masterplan wird jetzt von Bürgern und Politikern diskutiert. „Mit einer Umsetzung erster Maßnahmen könnte dann eventuell noch in diesem Jahr begonnen werden“, kündigte Martin Roehl an.

Wildgehege, Schänke, Waldschule

Das Wildgehege im Forst Klövensteen gehört der Stadt Hamburg, wird auch von ihr finanziert und von einem Förderverein unterstützt.Gleich neben dem Wilgehege befindet sich die Waldschule, direkt gegenüber der „Kleinen Waldschänke“ am Sandmoorweg 150. Betrieben wird die Waldschule genau wie das Wildgehege vom Bezirksamt Altona – für Schulklassen und Kindergärten, aber auch für Gruppen von Erwachsenen, Kindergeburtstage und Firmenveranstaltungen ein interessantes Ziel.
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