„Mathe macht einfach Spaß!“

Thomas Plotz wurde mit dem Sonderpreis des Ersten Bürgermeisters für besondere Leistungen ausgezeichnet. (Foto: fhh)

Thomas Plotz ist Hamburgs bester Rechenkünstler – jetzt trainiert er für die Mathe-Olympiade in Hong Kong

Nathalie Puttfarken, Othmarschen – An der Wand hängen zahlreiche Urkunden, auf dem Bett liegt ein Kapuzenpullover mit einem Bild des Pascalschen Dreiecks vorne drauf. Thomas Plotz, 17, hat schon an allen wichtigen deutschen Mathewettbewerben mit Erfolg teilgenommen: von der jährlichen Mathematik-Olympiade, dem Städtewettbewerb Mathematik, dem Bundeswettbewerb Mathematik, in dem er letzten Monat in Hannover den zweiten Preis errang, bis hin zu seinem ersten internationalen Wettbewerb, dem Baltic Way in Vilnius. Hier hat er 2014 mit seinem deutschen Team ebenfalls den zweiten Platz erreicht. Und von hier stammt der Hoodie mit dem Pascalschen Dreieck.
„Die Erste, die gemerkt hat, dass Thomas eine besondere Mathebegabung hat, war seine Grundschullehrerin in der dritten Klasse“, sagt Thomas Mutter Silke (50), Diplom-Ingenieurin. „Sie ihn aus dem normalen Matheunterricht rausgenommen und in einen besonderen Matheförderzirkel gesteckt.“

Das Ziel: die Teilnahme an der Mathe-Olympiade

Danach wurde Thomas vom Zentrum für Begabungsförderung vier Jahre lang in Sonderseminaren auf Mathewettbewerbe vorbereitet. Aber damit nicht genug: zusätzlich wurde er von „Jugend trainiert Mathematik“ ab der siebten Klasse mit sechs Briefen mit Matheaufgaben pro Jahr und ab der achten Klasse neben der Schule in Seminaren mit Klausuren gefördert.
Wegen seiner besonderen Leistungen wurde Thomas, der sich zur Zeit in der zwölften Klasse des Christianeums auf das Abitur vorbereitet, im vergangenen November im Hamburger Rathaus mit dem Sonderpreis des Ersten Bürgermeisters für besondere Leistungen ausgezeichnet. Thomas, der in seiner Freizeit gerne Computerspiele programmiert, will als Hamburger Landessieger im Bundeswettbewerb Mathamatik noch höher hinaus: Er will an der Internationalen Mathe-Olympiade 2016 in Hong Kong teilnehmen. Als einer von 16 Mitstreitern hat er sich nach zweitägigen Klausuren, an denen die 130 besten Schüler Deutschlands teilnahmen, für die letzte Auswahlrunde qualifiziert.
Wenn er aus dieser im Februar als einer der sechs Besten hervorgeht, dann ist er im deutschen Team in Hong Kong dabei. „Normalerweise werde ich bei Wettbewerben nicht mehr nervös,“ sagt Thomas, „aber jetzt bei den internationalen Kämpfen schon.“ Sollte er dort gewinnen, winkt als Preis ein Stipendium an einer deutschen Universität. Auf die Frage, warum er sich das alles antut, antwortet Thomas: „Es macht Spaß.“
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