Luther-Campus: Anlaufpunkt für alle

Verantwortlich für den Luther-Campus: Danica Kegel (l.) und Bärbel Dauber. (Foto: pr)
Hamburg: Luther-Campus | Von Christopher von Savigny. Als sich der Kirchenvorstand der Luthergemeinde im Jahr 2008 zusammensetzte, um zu beratschlagen, wie es mit dem ehemaligen Martin-Luther-King-Zentrum in der Lyserstraße weitergehen sollte, stand eines von vornherein fest: Es sollte ein Anlaufpunkt für Familien entstehen. Ein Ort, an dem alle Generationen zusammenkommen. Einen Kindergarten gab es bereits. Zusätzlich wurden ein Café, ein „Wellcome“-Center für junge Familien sowie diverse Beratungsstellen eingerichtet.
Zweieinhalb Jahre danach hat sich das Gemeindezentrum, das sich seither „Luther-Campus“ nennt, zu einer festen Institution im Stadtteil gemausert: Zu den wichtigsten Angeboten zählen das an zwei Tagen in der Woche geöffnete „Café Käthe“, das sich in erster Linie an Erwachsene richtet, und das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ), das jungen Familien unter die Arme greifen möchte.
Aus Anregungen von Besuchern entstehen regelmäßig neue Angebote wie zum Beispiel das Jobfrühstück für arbeitssuchende Mütter oder die Krabbelgruppe für behinderte Kinder. „Dass der Campus sich ständig verändert, war von vornherein die Idee“, sagt Bärbel Dauber, Leiterin der Einrichtung.
Ihre Kollegin Danica Kegel, drei Hilfskräfte und derzeit rund 35 Ehrenamtliche helfen dabei, den Laden am Laufen zu halten.
Zielgruppe des Luther-Campus sind vornehmlich unmittelbare Nachbarn und Anwohner. Viele von ihnen kommen aus sozial schwächeren Schichten, haben ausländische Wurzeln oder sind alleinerziehend. Mit Familienzuwachs seien etliche überfordert: „Die Eltern sind nur noch am Rennen und verlieren den Bezug zu dem, was ihnen wichtig ist“, sagt Dauber. In solchen Fällen kann das EKiZ helfen. Es wird vom Bezirksamt finanziell unterstützt.
Ein Wermutstropfen: Beratungs- und Weiterbildungsangebote wie etwa für Deutsch als Fremdsprache laufen eher schleppend. „Wer will schon gerne gesehen werden, wenn er zur Schuldnerberatung geht“, fragt Dauber. Trotzdem fällt das Gesamtfazit positiv aus: „Vieles bekommt langsam seine Form“, sagt sie.
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