Letzte Vorbereitungen

Die internationale Reiterelite wie etwa Ludger Beerbaum begeben sich vom 24. bis zum 28. Mai 2017 einmal mehr auf den anspruchsvollen Kurs in Flein Flottbek. Foto: EN GARDE/ Lafrentz

Das Deutsche Spring- und Dressur-Derby ist logistisch eine Meisterleistung

jens Beeskow, Klein Flottbek

Ab nächsten Mittwoch trifft sich die Weltelite des Reitsports wieder zum Deutschen Spring- und Dressur-Derby. Die Vorbereitungen auf dieses ebenso traditionsreiche wie beliebte Turnier laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren und gehen jetzt in die heiße Phase. Doch ohne eine Vielzahl von helfenden Händen kann so ein Event gar nicht auf die Beine gestellt werden.
Allein 30 Mitarbeiter der Agentur „En Garde Marketing“ beschäftigen sich mit der Organisation des Reitsport-Highlights. Dazu kommen rund 50 ehrenamtliche Helfer sowie nochmal fast 100 Personen, die verschiedene Aufgaben während des Turniers übernehmen – wie Stewards, Zeitnehmer, Techniker und viele andere. „Der Aufbau vor Ort beginnt gut zehn Tage vor dem Derby. Vorher werden schon Ausbesserungsarbeiten an Gebäuden, Zäunen oder Tribüne ausgeführt vorgenommen“, so Andrea Wolff von En Garde.
Der Platz selbst wird ganzjährig gepflegt. Verantwortlich ist dafür bereits im 24. Jahr Klaus Frontzek. Die Derby-Woche ist für den 55-Jährigen Highlight und die intensivste Zeit des Jahres zugleich. „Das ist natürlich anstrengend in diesen Tagen, aber ich mache es gern und aus Leidenschaft“, meint der Platzwart des Norddeutschen und Flottbeker Reitervereins.
Knapp drei Stunden nimmt sich Frontzek Zeit für die Platzrunde – Löcher stopfen, Soden wieder einsetzen und mit der großen Walze, die hinter seinem Traktor hängt, festwalzen. Frontzek, eigentlich gelernter Gas- und Wasserinstallateur, hat den Job von seinem Vater übernommen, der den Derbyplatz zuvor fast 50 Jahre in Schuss gehalten hat. Auch heute packt er noch gern mit an – und ist damit wohl der betagteste freiwillige Helfer beim Derby.
Die Aufgabenbereiche rund um die Veranstaltung sind vielfältig: Neben organisatorischen und koordinierenden „Jobs“ wie etwa in der Meldestelle oder der Planung der Vorbereitungen am Platz, müssen die Stallbereiche für Springen und Dressur mit vielen Boxen aufgebaut, die Parkplätze für die zahlreichen LKW vorbereitet, zahlreiche Ausbesserungsarbeiten wie Reparaturen, Streichen, Bodenpflege, Tribünendekoration erledigt werden. Dazu kommen Vorbereitungen für Side-Events wie etwa „Derby meets Golf“, das Rahmenprogramm oder die Siegerehrungen.
Auch, wenn es um das benötigte Material geht, kommt einiges zusammen. Allein für die Pferde und die Stallungen werden im Verlauf des Derbys 15 Tonnen Stroh, sechs Tonnen Heu und 1.030 Ballen mit Spänen benötigt. Wenn das Turnier vorüber ist, stehen inklusive aller Hinterlassenschaften der Tiere nicht weniger als 31 Kubikmeter Fäkalien zur Entsorgung an. Und dann, wenn alle zufrieden einen Sekt auf die erneut gelungene Veranstaltung getrunken haben, geht schon wieder die Planung für 2018 los.

Event
Karten können unter 01805/ 119 115 montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr vorbestellt werden.
Informationen über den Reitsportklassiker in Hamburg gibt es unter
❱❱ www.engarde.de unter der Rubrik Veranstaltungen.

88. Deutsches Spring- und
Dressur-Derby
Do, 24., bis So, 28. Mai
Baron-Voght-Straße
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