Laufen der CDU die Mitglieder weg?

Nur ein paar. Die CDU Elbvororte hält treu zur Kanzlerin

Reinhard Schwarz, Elbvororte – Vor noch nicht allzu langer Zeit galt sie als „mächtigste Frau Europas“: Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Doch mit der Flüchtlingskrise, die vor allem der rechtspopulistischen AfD Umfragewerte und Wahl-ergebnisse im zweistelligen Bereich beschert, leidet das Charisma der Kanzlerin. Zumal auch die Schwesterpartei CSU ihr die Unterstützung entzog – und EU-Staaten wie Polen und Ungarn die Grenzen dicht machen. Doch wie sieht es vor Ort aus? Bröckelt etwa in einer CDU-Hochburg wie den Elbvororten die Zustimmung zur Politik der Kanzlerin? Nein – heißt aus den Ortsvereinen Rissen, Osdorf und Sülldorf-Iserbrook einhellig. Die Lage sei stabil, aber es gebe Austritte – ein paar.
„Im vergangenen Jahr hat es im Bereich der Elbvororte etwa fünf bis acht Austritte wegen der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel gegeben - von rund 1.200 Mitgliedern“, räumt Sven Hielscher, Vorsitzender des CDU Ortsvereins Sülldorf-Iserbrook, ein. „Bei uns im Ortsverband Sülldorf-Iserbrook ist ein weibliches Mitglied ausdrücklich wegen der Politik der Bundeskanzlerin ausgetreten. Die Begründung: Sie sehe keine Perspektive in der Politik von Angela Merkel, die Flüchtlingszahlen deutlich zu reduzieren.“

CDU in Rissen: drei Austritte, zwei Eintritte


Auch in Osdorf sei die Situation stabil, vermeldet Tim Schmuckall, Vorsitzender des dortigen Ortsverbands: „Es hat bisher drei Austritte gegeben mit dem Verweis auf die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.“ Aktuell werde „die Art der Unterbringung kontrovers diskutiert. Das bedeutet aber keine grundsätzliche Ablehnung von Flüchtlingen“. Schmuckall: „Es gibt Mitglieder, die den Kurs der Bundesregierung 100-prozentig unterstützen, dann gibt es wieder kritische Stimmen, wie in der übrigen Bevölkerung auch. Als Volkspartei haben wir unterschiedliche Strömungen und Meinungen.“
„Drei Parteiaustritte und zwei Eintritte“, zählte Uwe Szczesny, Vorsitzender der CDU Rissen und zugleich Chef der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona. Die Stimmung habe sich in jüngster Zeit verbessert, konnte Szczesny feststellen: „Besonders nach dem letzten Interview der Kanzlerin in der Sendung von Anne Will. Da bekamen wir eher positive Feedbacks.“
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