Immer wieder Konflikte am Elbstrand

Hundesitterin Lena Brinkmann mit ihren Schützlingen am Elbstrand – sie muss oft erleben, dass sich Leute auch innerhalb der „Hundeauslaufzone“ über die Tiere beschweren. (Foto: mt)

Viele Teile des Elbufers sind für Hunde gesperrt – aber die Stadt hat zu wenig Kontrolleure

Markus TischLer, Hamburg-West – Hunde sind süß, Spielkameraden, Aufpasser oder Statussymbol. Und natürlich: die besten Freunde des Menschen. Doch diese Freundschaft findet immer wieder ihre Grenzen, wie zum Beispiel am Strand zwischen Blankenese und Falkensteiner Ufer. Selbst an jenem Abschnitt, der mit kleinen grünen Hinweisschildern als „Hundeauslaufzone“ ausgewiesen ist, kommt es oft zu Konflikten zwischen Hundehaltern und anderen Besuchern.

Hundebesitzer müssen sich einiges gefallen lassen

„Jetzt, wo das Wetter schöner wird, nutzen viele Leute diesen Strandabschnitt. Da gibt es dann auch welche, die sich von den Hunden gestört fühlen“, erzählt Hundesitterin Lena Brinkmann von negativen Erfahrungen bei Spaziergängen. „Ich versuche dann, es ihnen zu erklären. Viele aber reagieren ärgerlich und wollen sich nicht belehren lassen.“
In anderen Bereichen am Elbufer müssen sich Hundebesitzer zu Recht harsche Worte gefallen lassen, wenn sie ihren Vierbeiner von der Leine gelassen haben. So heißt es auf Schildern am Strand um den Fähranleger in Blankenese deutlich: „Hundefreie Zone“.
Zwar ist die Hamburg Port Authority (HPA) Eigentümer der Strände, für die Kontrollen aber ist der Zentrale Hundekontrolldienst verantwortlich.
Da dort nur sieben Mitarbeiter für alle sieben Hamburger Bezirke zuständig sind, lässt sich erahnen, wie oft – beziehungsweise selten – Streifengänge erfolgen.
Sollten Hundehalter bei Kontrollen erwischt werden, wie sie gegen Auflagen verstoßen, kann es teuer werden. Das geht aus dem Bußgeldkatalog der Hamburger Bezirksämter nach dem Hamburgischen Gesetz über das Halten und Führen von Hunden hervor: Wer seinen Hund vorsätzlich von der Leine lässt, muss demnach 100 bis 600 Euro zahlen. Bei Fahrlässigkeit kostet es 30 bis 500 Euro. Der gesetzliche Höchstsatz: 50.000 Euro.
Lena Brinkmann sagt, dass sie selbst noch nicht kontrolliert worden sei, aber von anderen Hundesittern wisse, dass dies vorkomme.
Am Wochenende meidet sie aber auch die „Hundeauslaufzone“. Denn wenn der Strand voll ist und mit Bällen gespielt wird, sind Konflikte programmiert.
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