Immer Ärger mit Radfahrern

Osdorfs Stadtteilpolizist Ulrich Koch führte mit Kollegen eine Kontrolle am Blankeneser Strandweg durch. (Foto: mti)

Blankeneser Strandweg: Polizei führte Kontrollen durch

Tischler/ Istel, Blankenese - Die Hinweise auf den Schildern an beiden Enden des Fußwegs sind eigentlich eindeutig. „Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad. Anderen ist es verboten“, steht dort. Dennoch ist es auf dem schmalen Weg zwischen dem Elbuferweg und dem Beginn des Strandwegs in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten und Beschwerden gekommen, weil Radfahrer trotz der Hinweise eben doch geradelt sind.
Daher führen die Stadtteilpolizisten Ulrich Koch (Osdorf) und Klaus Piepenhagen (Blankenese) mit vier Beamten der Hamburger Fahrradstaffel eine mehrstündige Kontrolle durch, die auch Teufelsbrück einschließt. Der Vormittag ist meist sonnig – also ideal zum Radfahren.
Eine Radfahrerin aus Rissen radelt „just for fun“ auf dem Fußgängerweg. Koch und Piepenhagen halten sie an. „Die Bürgersteige sind für die Fußgänger da. Fahrräder müssen hier geschoben werden“, machte der Stadtteilpolizist freundlich, aber bestimmt aufmerksam. „Darf ich denn in einem bestimmen Abschnitt der Straße auch auf dem Gehweg fahren?“, fragt die Radlerin zurück. Denn so richtig wohl fühle sie sich nicht beim Radeln auf der Straße. „Radfahrer werden ohnehin schlecht angesehen – und die Autofahrer denken, sie wären im Recht.“

Kuriose Ausreden helfen auch nicht weiter

Ausreden, Bedenken, Ängste – hilft alles nichts. Auf dem Gehweg dürfen Erwachsene nicht radeln. Dass Radfahrer auf dem Strandweg auf die Gehwege ausweichen müssen, weil es bei entgegenkommenden Autos keine andere Möglichkeit gibt, liegt indes an dem Platzproblem. Doch das zieht als Argument auch nicht.
Welche kuriosen Ausreden haben die beiden Beamten schon zu hören bekommen? „Meistens heißt es: ‚Ich muss doch dahin‘ oder ‚Ich dachte, dass Einbahnstraßen generell frei sind für Radfahrer‘“, berichtet Ulrich Koch. Dass man einem Radfahrer hinterherfahren musste, weil der trotz Aufforderung nicht anhalten wollte, das sei allerdings auch schon vorgekommen.
Der heutige Vormittag in Blankenese wie auch in Teufelsbrück verläuft indes weitgehend ruhig. „Die Leute waren meist einsichtig“, zieht Ulrich Koch sein Fazit.
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