"Im Westen muss was Neues her - eine U-Bahn für Lurup und Osdorf“

„Wer verhindern will, dass sich Hamburger Stadteile an der Peripherie abkoppeln, muss für Mobilität seiner Bürger sorgen, überall. Insofern sind die Pläne des Senates, die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern und Quartiere wie Lurup oder Großsiedlungen wie den Osdorfer Born per U-Bahn näher an die City zu bringen, zu begrüßen“, sagt Klaus Wicher, 1. Vorsitzender des Hamburger Landesverbandes des SoVD.

„Der Westen wurde von den Verkehrspolitikern bisher stiefmütterlich behandelt. Auch aus den U-Bahn-Plänen der SPD Anfang der 70er Jahre wurde nichts“, erinnert Wicher an die Straßenbahnverbindung von 1955 bis 1973. „Danach war Schluss mit Mobilität per Bahn. Jetzt muss was Neues hier im Westen. Ein U-Bahn-Anschluss, damit Bürger aus Osdorf und Lurup schneller unterwegs sein können.“

Bisher können Luruper Bürger die S-Bahn nur indirekt durch Busse erreichen, indem sie an Stationen wie Elbgaustraße oder Eidelstedt zusteigen. „Jeder Verkehrsplaner aber weiß, dass der öffentliche Personennahverkehr damit steht und fällt, wie oft der Fahrgast zwischen verschiedenen Transportmitteln wechseln muss. Je öfter man umsteigen muss, umso weniger attraktiv ist der ÖPNV“, sagt Wicher. „Gerade in sozial schwächeren Stadtteilen ist der Nahverkehr besonders wichtig, weil viele darauf mangels PKW angewiesen sind. Bus und Bahn sind nicht nur Verkehrsmittel. Sie sind Mittel, um dabeizusein und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Und das findet ja nicht nur in Lurup oder Osdorf statt." Die Renaissance der U-Bahn-Pläne ist gut, sofern sie realistisch und bezahlbar ist, wie die Absage an das Stadtbahnprojekt im Frühjahr 2011 zeigt.
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