Im Kirchturm ganz nach oben

Vertrauen ist für Marleen (16) beim Klettern das A und O: „Man muss sich fallen lassen können“, sagt sie. Foto: cvs
Hamburg: Paul-Gerhardt-Kirche |

Die Paul-Gerhardt-Gemeinde hat jetzt eine Kletterwand

von Christopher von Savigny

Im Kirchturm der Paul-Gerhardt-Kirche geht es ab sofort steil nach oben: An den Innenwänden des 55 Jahre alten Gotteshauses hat die Gemeinde lauter bunte, knubbelige Griffe anbringen lassen. Der 13 Meter hohe Kletterparcours ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der benachbarten Max-Brauer-Schule.
An drei Nachmittagen pro Woche bietet Lehrer Marcus Wienberg freiwillige „Kletterwerkstätten“ für die Schüler der 5., 6., 9. und 10. Klassen an. „Klettern fördert Kraft und Geschicklichkeit und stärkt das Selbstbewusstsein“, sagt Wienberg. „Außerdem hat es eine soziale Komponente, weil sich die Schüler gegenseitig absichern.“
Diese Absicherung funktioniert über ein Seil, das am oberen Ende des Parcours durch zwei Karabinerhaken läuft. Unten wird es von einer zweiten Person gehalten. „Top Rope“ lautet der Fachbegriff unter Kletterfreaks. „Man muss dem anderen schon vertrauen“, sagt Marleen (16), die gerade mit der Kraxelei begonnen hat. Lars (16) bringt bereits Erfahrung mit und klettert ziemlich flott bis ganz nach oben. „Mir macht die Herausforderung Spaß“, sagt er.
Gekostet hat der Parcours rund 25.000 Euro, wovon der größte Anteil durch Spenden zusammenkam. Die Schule hat 5.000 Euro beigesteuert, die Gemeinde noch mal ein paar Tausend Euro. Geld, das möglicherweise über Vermietung wieder reingeholt werden kann. „Neuen Gruppen stellen wir unsere Kletterwand gerne zur Verfügung“, sagt Pastorin Barbara Schiffer. Zu diesem Zweck wird noch ein Übungsleiter gesucht. Kontakt unter www.pgk-alto
na.de.
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