Hunde im Altonaer Volkspark - Regeln für Mensch und Tier

Auch für den Altonaer Volkspark gelten Regeln. Nicht jeder hät sie ein.
Hamburg: Volkspark Altona |

Der Park ist groß - und doch kommen sich Mensch und Hund zuweilen in die Quere. Können eine markierte Hundewiese und eine bessere Überwachung des Leinenzwangs Abhilfe schaffen?

Strahlendes Wetter locken am Zweiten Weihnachtstag bei leichtem Frost viele Menschen in den Altonaer Volkspark. Vereinzelt spielen Familien Fußball auf dem angefrorenen Teil der großen Wiese neben der Bahrenfelder Trabrennbahn. Der sonnige, aufgetaute Abschnitt indes ist fest in der Hand von Hunden und ihren Besitzern. Über ein Dutzend Tiere toben hier ihren Bewegungsdrang aus, rennen über das Gras, jagen Stöcken hinterher. Eigentlich dürfen sie das nicht: Große Schilder an den Zugängen zur Grünanlage verweisen mit eindeutigen Symbolbildern auf die Pflicht zum Anleinen der Hunde. Doch fast alle Vierbeiner laufen frei herum - auf dem Grün, entlang der Wege, vor der Milchhalle, aber auch: am Spielplatz.

Egal, zu welcher Jahreszeit: Hunde scheinen sich gerne im Volkspark zu tummeln. Die meisten sind unproblematisch. Viele Besitzer achten verantwortungsvoll auf Benehmen und Sauberkeit. Aber gelegentlich gibt es unangenehme Begegnungen, treten Kinder auf dem Spielplatz in Hundehaufen, werden Tierhalter ausfällig, wenn man sie höflich auf den Leinenzwang hinweist. Manche der umherlaufenden Hunde sind größer als Kleinkinder, die hier spielen. Ich kenne Familien, die den Volkspark meiden: Zu viele Hunde, sagen die Eltern. Kontrolleure des Bezirksamtes, die auf die Anleinpflicht achten würden, habe ich hier noch nie gesehen.

Tiere in der Großstadt einigermaßen artgerecht zu halten ist eine Herausforderung. Auslaufflächen sind rar. Der Volkspark scheint sich anzubieten, doch er ist nicht minder wichtig für die Erholung der Menschen im Hamburger Westen.

Daher: Kann man nicht einen Teil der großen Wiese - Vorschlag: ein Viertel der Fläche - als Hundewiese reservieren? Auf diesem markierten Areal könnten sich die Vierbeiner austoben. Im Gegenzug sollte im übrigen Volkspark das Anleingebot behördlich überwacht und durchgesetzt werden. Familienfreundlichkeit und Tierliebe müssen kein Widerspruch sein.
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