Hamburger Wahrzeichen soll verschwinden

Wird der Blankeneser Leuchtturm wegen der Elbver- breiterung abgerissen, verschwindet ein Blankeneser Wahrzeichen für immer.

Blankeneser Leuchtturm muss weichen, weil die Elbe dort verbreitert wird

Blankenese – Es ist das erste Wahrzeichen, das Schiffsbesatzungen sehen, wenn sie Hamburg ansteuern: den Blankeneser Leuchtturm. Seit 32 Jahren dient er Schiffen zur Orientierung. Doch seine Tage sind gezählt. Das Leuchtfeuer soll verschwinden. Grund: Die Fahrrinne der Elbe wird auf 385 Meter verbreitert. Damit die Schiffe ihren Weg finden, müssen neue Leuchtfeuer gebaut werden. Ein Architekt will das Blankeneser Wahrzeichen erhalten. Doch die zuständige Harbour Port Authority (HPA) will nicht.

Warum wird die Fahrrinne verbreitert? Die Elbe wird vertieft, und es wird eine neue „Begegnungsbox“ für Schiffe geben. „Zwischen Blankenese und der Hamburgischen Landesgrenze wird die Fahrrinne verbreitert, damit sich große Schiffe dort begegnen können“, erklärt Christian Füldner, Sprecher der HPA.

Welche Auswirkungen hat die Verbreiterung? „Einlaufende Schiffe werden dann weiter südlich fahren als heute“, sagt Füldner. Damit verschiebt sich auch die Orientierungslinie für Schiffe. Der Leuchtturm an der Elbe und im Baurs Park würden dann falsche Signale geben. „Um eine Verwechslungsgefahr und damit ein Sicherheitsrisiko auszuschließen, müssen die bisherigen Türme aus nautischen Gründen zurückgebaut werden“, so Füldner. Neue Leuchttürme soll es auf dem Ponton Op´n Bulln und oberhalb des Mühlenberger Jollenhafens
geben.

Kann der Turm nicht als Wahrzeichen erhalten bleiben? Der Hamburger Architekt Helge Kühnel würde gern ein Kunstwerk daraus machen. Seine Idee: 16 Schwingen um den Turmsockel, die sich mit den Gezeiten bewegen.
Die Hamburg Port Authority (HPA) will an ihren Plänen festhalten. Die HPA müsste sonst eine neue Lösung finden. Bereits in der Vergangenheit hat sich die HPA mit Klagen gegen die Elbvertiefung und ihre Folgen auseinandersetzen müssen. Weitere Verzögerungen bei der Elbvertiefung will die Stadt auf jeden Fall vermeiden.

Sagen Sie uns Ihre Meinung
Wird die Elbe tiefer, kommt der Leuchttum am Strandweg weg. Ist in Ordnung, dann können noch größere Schiffe Hamburg anlaufen. Das ist für die Wirtschaft der Stadt wichtig. Oder soll zumindest der Turmsockel als Kunstwerk erhalten werden? So ein Pegelwerk wäre einmalig in Deutschland und das neue Wahrzeichen Blankeneses. Schreiben Sie uns Ihre Meinung: Elbe Wochenblatt, Stichwort „Leuchtturm“, Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg. Oder eine E-Mail mit dem Betreff „Leuchtturm“, an post@ wochenblatt- redaktion.de
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