Freiwillige nähen kostenlose Einkaufstaschen

Monika Szech (vorn) und Petra Moses haben Spaß beim Nähen der „Kehr wieder“-Taschen. Dabei sind sie nicht nur für die Umwelt aktiv, sondern verbessern gleichzeitig ihre Nähkenntnisse. (Foto: tp)

 „Kehr wieder“-Taschen sind jetzt schon Kult

Thomas Pöhlsen, Blankenese

Es ist eine außergewöhnliche Idee, die Geschäftsinhaberin Annick Schmidt-Reichardt da hatte: Wer nach dem Einkauf die Sachen verstauen möchte, bekommt dafür von ihr keine Plastiktüte, sondern eine in Handarbeit hergestellte Stofftasche. Auf den Unikaten prangt der Schriftzug „Kehr wieder“. Das Besondere: Man kann die Taschen nicht kaufen. „Ich will damit ein Zeichen für den lokalen Einzelhandel setzen“, erklärt die Modeexpertin.
Die ausgefallenen Taschen, die es in zwei Größen gibt, werden aus Stoffresten gefertigt, die der Geschäftsinhaberin kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Es sind zum Teil sogar gebrauchte Stoffe, die aber nicht beschädigt oder abgenutzt sein dürfen.
Hergestellt werden die Taschen von Freiwilligen, die das Projekt unterstützen wollen. Jeweils am letzten Montag im Monat treffen sich die Frauen. Ausnahme ist das nächste Treffen: Es ist am ersten Montag im Mai..
Viele Helferinnen kommen über private Kontakte zu dem Näh- und Klöntreff. Bis zu 15 engagierte Frauen haben bisher pro Termin mitgemacht.

Andere Geschäftsinhaber übernehmen die Idee


„Es macht Spaß und wir haben immer einen netten Abend“, berichtet Monika Szech. „Handarbeiten kommt wieder in Mode.“ Während vor zwei Jahren das Stricken von Mützen voll im Trend lag, sei nun das Nähen schwer im Kommen.
Und wie kann man mitmachen? Einfach per E-Mail anmelden. Das hilft Annick Schmidt-Reichardt bei der Planung:  So weiß sie, für wie viele Teilnehmerinnen sie Stoff zuschneiden muss.
Die Idee der „Kehr wieder“-Tasche zieht Kreise. „Auch andere, unabhängige Selbständige mit Bekleidungsgschäften unterstützen die Initiative“, berichtet Schmidt-Reichardt. Die Frau, die bereits im Jahr 2014 mit dem Altonaer Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde, hofft: „Die Idee soll weiter getragen und größere Kreise ziehen.“

Nächster Nähtermin
Montag, 2. Mai, 19 Uhr
Simrockstraße 10
Eine Anmeldung per E-Mail unter annick@suesse-teilchen.de ist erforderlich

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Statt Stofftaschen für die Kunden zu kaufen, lässt die Geschäftsfrau Freiwillige die Taschen nähen. Das spart Geld, und sie bekommt auch noch einen Preis dafür. Die Frau ist clever – oder nicht?

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1 Kommentar
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Michael den Hoet aus Bahrenfeld | 01.05.2016 | 22:13  
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