Freiwillig wieder die Schulbank drücken

Ehrenamtliche Deutschlehrer drücken die Schulbank im Hörsaal des Rissener Schulcampus. (Foto: pr)

An drei Sonnabenden ließen sich 147 Ehrenamtliche zu Deutschlehrern für Flüchtlinge ausbilden

Wahba/Istel, Rissen – Sonnabendmorgen, kurz vor 8.30 Uhr. Während sich viele seiner Altersgenossen nochmals gemütlich im Bett herumdrehen, steht der 15-jährige Björn Weigand in der Stadtteilschule Rissen und schmiert Brötchen. Insgesamt 147 ehrenamtliche „Deutschlehrer“ müssen versorgt werden. Sie nahmen in den vergangenen drei Monaten an einer Fortbildung im Hörsaal des Rissener Schulcampus teil.
Das Fortbildungsangebot richtete sich an Menschen aller Altersgruppen aus dem gesamten Hamburger Stadtgebiet, die Flüchtlingen in den städtischen Unterkünften erste Kenntnisse der deutschen Sprache vermitteln. Um Verpflegung und Technik kümmerten sich an allen drei Sonnabenden die Schüler des Start-up-Unternehmens „ElbSchulEvent“. Von 8.30 bis 16.30 Uhr waren sie in „ihrer“ Schule vor Ort und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Kurse.

Deutschunterricht bietet eine Abwechslung im Alltag

Viele der Ehrenamtlichen, engagieren sich bereits in Bürgerinitiativen für ihre neuen Nachbarn. Sie unterstützen die Flüchtlinge bei Behördengängen, Arztbesuchen und beim Erlernen der deutschen Sprache. Sie gehen in die Unterkünfte und unterrichten Deutsch in kleinen Gruppen. Für die Flüchtlinge ist dieser Unterricht aber nicht nur wichtig, um erste Sprachkenntnisse zu erwerben. Für viele ist er auch eine willkommene Abwechslung im monotonen Alltag.
Die Bürgerstiftung Hamburg stellte aus ihrem Fonds „Flüchtlinge & Ehrenamt“ 2.500 Euro für diese Fortbildung zur Verfügung. Davon wurden unter anderem Lehrbücher für die ehrenamtlichen Deutschlehrer finanziert.
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