Frankreich ist seine große Liebe

Norbert Kremeyer liebt die französische Sprache seit er 13 Jahre alt ist. Heute ist er Vorsitzender der Deutsch-Französischen Gesellschaft Cluny, die ihren Sitz in der Waitzstraße hat. Foto: Ender

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Cluny wird 70 – 
gefeiert wird im November, auch in der Elbphilharmonie

Stefanie Ender, Othmarschen

Wenn schon, denn schon: Ihren runden Geburtstag wird die deutsch-französische Gesellschaft Cluny im Kleinen Saal der Elbphilharmonie mit einem Konzertbesuch feiern. Neben den Fachtagungen in der Handelskammer wird in einem Festakt – wie jedes Jahr – der Prix Cluny an Hamburger Abi-turienten mit besonderen Leis-tungen im Fach Französisch vergeben. Auch Vertreter des Partnervereins aus Frankreich werden zum Jubiläum anreisen. Ihren Sitz hat der Hamburger Verein in der Waitzstraße.
„Damals, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg hatten der Pressesprecher des Hamburger Senats, Erich Lüth, und einige andere die Idee, unsere Gesellschaft ins Leben zu rufen“, erzählt ihr Vorsitzender, Norbert Kremeyer. Am 27. November 1947 wurde dann der Verein Cluny gegründet. Damals wie heute bemühen sich die Clunyaner darum, dass die ehemaligen Kriegsgegner Frankreich und Deutschland stärker zusammen wachsen. „Es geht uns auch um die europäische Idee. Und darum, dass wir mehr über Frankreich erfahren, zum Beispiel über die Geschichte des Landes, Kultur und Politik“, beschreibt Kremeyer die Vereinsziele.
Vor ihm auf dem Tisch liegen etliche französische Romane des Cluny-Lesezirkels. Er nimmt ein schlichtes Buch mit dem Titel „La Cache“ in die Hand und beginnt zu schwärmen: Im November vergangenen Jahres war dessen Autor Christophe Boltanski zu Besuch. Ein anderes Mal reiste Jean Michel Gaussot an und sprach über seinen Roman, der von seinem im KZ Neuengamme verstorbenen Vater handelt.
„Zu den zahlreichen Aktivitäten des Vereins zählen zum Beispiel die gemeinsame Reisen wie die nach Toulouse. Das war ein echtes Highlight“, erzählt Kremeyer. Derzeit plant er bereits die nächste Reise: „Im nächsten Jahr geht es nach Paris, meine zweite Heimat.“ Der pensionierte Deutsch- und Gemeinschaftskundelehrer unterrichtete nämlich achteinhalb Jahre in einem Vorort von Paris. Ende Januar 2013 kam er zurück nach Hamburg, trat kurze Zeit später in den Verein Cluny ein und wurde im April 2014 schon zum Vorsitzenden gewählt. „Es ging alles sehr schnell“, sagt er. Seine Leidenschaft für die französische Kultur und Sprache packte ihn bereits mit 13 Jahren. Und in der Deutsch-Französischen Gesellschaft kann er sie mit aktuell 320 anderen Mitgliedern teilen.

Cluny e.V.
Deutsch-Französische
Gesellschaft
Société Franco-Allemande
62. Jahreskongress zur
Jubiläumsfeier
23. bis 26. November

Kontakt: 
Waitzstraße 31
Tel. 89 70 92 33
info@cluny.de
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