Ex-Mrs. Tagesschau war verblüfft

Lehrer Kay Pfennig (r.) erklärt den Jury-Mitgliedern Klaus Denart, Tobias Hinsch sowie Dagmar Berghoff die Bienenkiste. (Foto: tisch)

Dagmar Berghoff besuchte das bereits ausgezeichnete Biotop-Projekt der Grundschule Trenknerweg

Markus Tischler, Othmarschen – Dagmar Berghoff machte
immer wieder große Augen. Die ehemalige Tagesschau-Sprecherin ist seit vielen Jahren Schirmherrin des Hanse-Umweltpreises, doch so etwas wie das Biotop-Projekt an der Grundschule Trenknerweg in Othmarschen hat sie selten
gesehen.
„Dieses Projekt hat zurecht den Preis erhalten. Lehrer, Eltern und Schüler haben hier tatsächlich ein richtiges Naturparadies erschaffen“, sagte sie beim Rundgang über das Gelände.
Den Preis, dotiert mit 3.000 Euro, hatte die Schule bereits 2015 erhalten, doch die Jury hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Jahr nach der Verleihung beim jeweiligen Sieger zu schauen, wie das Geld – im wahrsten Sinne des Wortes – angelegt worden ist. In diesem Fall offenbar richtig gut.
Lehrer Kay Pfennig, der das Projekt vor vier Jahren ins
Leben gerufen hatte, betonte mit Blick auf die Auszeichnung: „Das hat unserer Arbeit hier Bestätigung gegeben.“ Dabei lässt sich vieles von dem, was das Biotop ausmacht, erst auf den zweiten Blick erkennen: Es gibt unter anderem eine Bienenkiste, eine Hummelburg, ein Kräuterbeet und ein Blumenbeet. Erzieher Julian Timm hat zudem mit einigen Kindern aus einem alten Sofa ein Insektenhotel gebaut.
„Mich begeistert das Mosaik an Lebensräumen, das auf dem Schulgelände entstanden ist. Vom Totholz für Insekten, Wildblumen für Schmetterlinge bis hin zur Streuobstwiese für Vögel und Bienen. Diese vielen kleinen Ideen machen das Projekt so besonders“, lobte Jury-Mitglied Klaus Denart (Gründer von Globetrotter Ausrüstung) das Engagement der Schule.
Und auch Tobias Hinsch, Geschäftsführer des NABU Hamburg, war sehr angetan: „Die beteiligten Kinder und ihre Eltern sammeln durch das Projekt Erfahrungen, die sicherlich auch nach der Grundschulzeit noch prägend sein werden. Ich würde mich freuen, wenn dieses Projekt den Samen legt für viele weitere Naturgärten, die einen Beitrag zur Artenvielfalt in der Stadtnatur leisten.“

Probem: Nacktschnecken fressen das Kräuterbeet kahl

Für Pfennig, der seine Schüler immer mitentscheiden lässt, gilt es indes, ein großes Problem zu lösen. Die Nacktschnecken haben vor allem großen Gefallen an dem Kräuterbeet gefunden. Das wiederum schmeckt Pfennig und den Schülern gar nicht.
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