„Es ist furchtbar laut!“

Zum Anfassen nah: Der Flugverkehr über den Elbvororten hat deutlich zugenommen. (Foto: www.hamburg-fotos-bilder.de)

Steigender Flugverkehr: Initiative gegen Fluglärm fordert Verlagerung der Einflugschneisen

Christopher von Savigny, Elbvororte – Immer mehr Flugzeuge machen den Menschen in Hamburgs Westen das Leben zur Qual: Zu den Hauptproblemen zählen die Verlegung der Einflugschneisen in Richtung Othmarschen, Osdorf und Iserbrook, sowie der Anstieg der Passagierzahlen insgesamt. „Es gibt kaum noch Gebiete, die nicht betroffen sind“, sagt Klaus Wicher, Sprecher der neu gegründeten Initiative gegen Fluglärm (IFL). „Die Menschen sind aufgebracht und sagen zurecht, es ist furchtbar laut!“
Nach Angaben des Hamburger Flughafens ist die Zahl der Flüge von 2013 auf 2014 um rund sieben Prozent angestiegen. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Menge der beförderten Passagiere um acht Prozent. Damit verzeichnete der Hamburger Airport deutschlandweit den größten Zuwachs. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage wird eine weitere Steigerung erwartet.
Kaum möglich: gesetzliche Regelungen für Airbus
In der Hansestadt müssen daher mehr und mehr Flieger auf bislang weniger genutzte Routen ausweichen: Untersuchungen der Umweltbehörde (BSU) zufolge hat der Anteil der Starts über die Achse Niendorf/Blankenese im Vergleich zum vergangenen Jahr von 24 auf über 34 Prozent zugenommen. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Landungen von 15 auf 21 Prozent.
„Kaum ein Tag vergeht, ohne dass bereits in den frühen Morgenstunden Flugzeuge in niedriger Höhe und in schneller Folge die Stadtteile überfliegen“, so Wicher. Es müsse eine Rückverlagerung auf die ursprüngliche Flugroute über den Volkspark mit Verlängerung über Industrie- und Gewerbegebiete erfolgen. „Nur so kann die Belastung durch Fluglärm in den betroffenen Stadtteilen reduziert werden“, fordet der IFL-Sprecher.
In den Elbvororten spielt auch Airbus in Finkenwerder eine wichtige Rolle: Nach Auskunft des Unternehmens findet dort wochentags rund zehn bis 15 Starts und Landungen statt. Zu den Flugzeugtypen zählen der Beluga-Transporter, der A-380 und die A-320-Familie. Die gesetzlichen Einflussmöglichkeiten sind allerdings begrenzt, da es sich um einen firmeneigenen Flughafen handelt.
Zum Thema Fluglärm hatte die SPD Anfang des Jahres ein 16-Punkte-Papier verabschiedet. Das neue Internet-Portal „TraVis“ („Track Visualisation“,
travis.hamburg-airport.de) zeigt sämtliche An- und Abflüge von Hamburg.
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