Eine Schule verändert ihr Gesicht.

  Wieder neue Bauten an der Gorch – Fock – Schule

Am 8. Mai 2014 stellte der Blankeneser Architekt Kai Richter auf einem Vortrag für den Blankeneser Bürger-Verein den neuen Ergänzungs- und Ersatzbau für die Gorch- Fock- Schule in der Aula der GFS vor.
Erst 2010 hatte er den futuristischen Neubau der GFS realisiert. Über und unter der Laufbahn eines Sportplatzes (Wielandsfeld) errichtete er einen aufgeständerten, lichtdurchfluteten Tribühnenbau mit etlichen Klassen und Funktionsräumen. Dieser Bau bekam 2012 den 1. Preis des Architektenwettbewerbes BDA Hamburg. Das Gebäude wurde durch eine Pausen- und Veranstaltungshalle mit dem Altbau der Schule verbunden Der Zustrom von Schülern zur GFS hält unvermindert an, teilte die Schulleiterin Vera Klischan in Ihrer Eingangsrede mit. Seit einigen Jahren können Eltern selbst entscheiden, wo ihre Kinder zur Schule gehen sollen. Seit dem Schuljahr 2012 wird an der Gorch-Fock-Schule auch eine Ganztagesbetreuung mit Essensversorgung angeboten. Die Schulen stehen miteinander jetzt im Wettbewerb. Für die Zukunft wird ein 4,5 zügiger Schulbetrieb geplant. Eine 6 zügige Schule ist nicht vorgesehen und soweit geht nicht ihr Ehrgeiz, sagte Vera Klischan. Jetzt müssen etliche Pavillons der Gorch- Fock- Schule aus den 60/70er Jahren abgerissen werden, Deshalb sollen neue moderne Ersatzbauten geschaffen werden. Eine europaweite Bauausschreibung der Fachbehörde Schulbau Hamburg hatte als Ergebnis am 14.2.2014 den Architekten Kai Richter mit der Realisierung seines Entwurfes für die Ergänzungsbauten der Schule betraut. Ziel der Bauaufgabe ist es, einen Neubau als Ergänzungsbau sowie eine Einfeld-Sporthalle zu planen. Die Gesamtmaßnahme umfasst eine Nutzfläche von ca. 3 120 m². Der Auftrag umfasst im Einzelnen die Planung einer Verteiler- und Aufwärmküche, eines multifunktionalen Essbereichs, zehn neuer Klassenräume, Gemeinschaftsflächen, Flächen für den Lehrerbedarf sowie einer Einfeld-Sporthalle.
Für die Gesamtmaßnahme ist ein Investitionsvolumen von ca. 5 640 000 EUR (lt. Behörde) vorgesehen. Die Fertigstellung der baulichen Maßnahme ist für Dezember 2016 geplant.
Richter will jetzt nicht, wie ich mir vorgestellt habe, seine Neubauten von 2010 verlängern, sondern setzt zwei Baukörper vor die Hauptfassade der Gorch Fock Schule. Er lässt aber die Sicht auf den Haupteingang frei. Die beiden Baukörper werden durch ein Betonband optisch verbunden. In der Mitte werden Pausenhöfe entstehen. Des Weiteren plant er den Neubau einer Sporthalle direkt neben der alten Sporthalle. Dabei versenkt er den Bau teilweise in den Boden. Das wird den Bewohnern der Hardenbergstraße hoffentlich genehm sein.
Von den etwa 20 Zuhörern kamen auch rege Reaktionen. Eine Anwohnerin wies auf die zu erwartende Verkehrsbelastung der Karstenstraße hin. Sie wurde dahin beschieden, dass es sich nur um Ersatzbauten für die abzureißenden Pavillons handelt.
Joachim Eggeling vom Blankeneser Bürger-Verein fragte explizit nach, was mit den freiwerdenden Flächen in Zukunft wird und bekam die ihm nicht zufriedenstellende Antwort, dass die Flächen möglicherweise für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen. Die Finanzbehörde wird wahrscheinlich mit dem Erlös die Kosten für die neuen Bauten der GFS gegenfinanzieren.
Erstaunlich ist, dass bei einer so wichtigen Vorstellung eines Schulneubaus in Blankenese so wenig Resonanz und Interesse der Blankeneser Bevölkerung besteht.
Heiner Fosseck
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