Die letzten Tage im Western Store

Paul Hundertmark schließt Mitte April, dort kauften die Beatles und Lemmy Kilmister ihre Cowboystiefel

Chad Smith, St. Pauli

„Leider rentiert es sich einfach nicht mehr hier zu bleiben“, sagte Renate Kasselmann. Nach fast 55 Jahren muss der „Paul Hundertmark Western Store“ auf St. Pauli schließen.
Kasselmann erzählte, dass seit 2014, als der Western Laden vom Spielbundplatz zu seinem aktuellen Standort Nobistor 8 zog, der Umsatz drastisch zurückging. Der Umzug war wegen der Einsturzgefahr des Esso-Hauses notwendig geworden.
„Für die meisten Menschen endet die Reeperbahn bei der Großen Freiheit. Nach der Großen Freiheit ist Feierabend, daher ist unsere Laufkundschaft gewesen“, erklärt Kasselmann, während einige Kunden um sie herum, die Alles-muss-raus-Waren durchstöbern.
Der „Hundertmark Jeans und Western Store“ war einer der ersten in Hamburg, die diese Art Jeans und Cowboy-Kleidung aus den USA in Deutschland verkaufte. Im Laufe der Jahre hat der Laden unzählige Musiker ausgestattet: Lemmy Kilmister von Motörhead, die jungen Beatles und andere Berühmtheiten.

„Es ist traurig, dass ein Geschäft mit so viel Geschichte schließen wird“, sagte Manfred Schickedanz, 65, ein Stammkunde. „Ich halte dieses Geschäft für einen Kultladen. Es hat einen ganz speziellen Charakter“.
Großstadtcowboys müssen für die Boots von Hundertmark nun weiter fahren: Auch wenn der Hundertmark Western Store auf der Reeperbahn voraussichtlich Mitte April schließt, wird es noch eine Filiale in Lüneburg geben, die weiter geöffnet bleibt.
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