„Das ist der glatte Supergau!“

Birgit Geck ärgert sich über die Sperrung der Schenefelder Landstraße von der Isfeldstraße in Richtung Norden zur Osdorfer Landstraße hin. (Foto: jve)

Wegen Sielbauarbeiten ist die Schenefelder Landstraße Einbahnstraße in Richtung Isfeldstraße

Julia Vellguth, ISERBROOK – Birgit Geck ist genervt: Bis zu sechsmal am Tag fährt die zweifache Mutter von Sülldorf mit dem Auto über die Schenefelder Landstraße zur Grundschule Grotefendweg. Doch seit Anfang November verlängern Straßenbauarbeiten jeden Weg um 15 Minuten. Denn die „Schela“ ist von der Osdorfer Landstraße in Richtung Isfeldstraße nur als Einbahnstraße befahrbar. „Das ist der glatte Supergau“, so die 47-Jährige

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Birgit Geck bringt nicht nur ihre Tochter in die Schule, sie hilft auch in der Bücherei und Cafeteria aus – und die Schenefelder Landstraße ist für sie eine Hauptverkehrsachse. Grund für die Einbahnstraßenregelung sind Sielbauarbeiten und Arbeiten an Nebenflächen. Umgeleitet wird der Verkehr über die Isfeldstraße. Bigit Geck ärgert sich über die Sperrung. Alle Straßen im Umkreis seien verstopft, auch Schleichwege über Blankenese würden nicht helfen. „Ab halb acht ist hier jeden Morgen der totale Verkehrsinfarkt“, berichtet sie. „Man hätte es doch auch in Teilabschnitten mit Ampel regeln können.“
Der Parkplatz an der Kreuzung Isfeldstraße/Schenefelder Landstraße ist zu allem Ärger mit Baufahrzeugen und Containern vollgestellt, so dass neuerdings Autos an der Isfeldstraße in Richtung Süden am Straßenrand parken. „Hier hätte man ein absolutes Halteverbot gebraucht“, meint Birgit Geck.

Was Autofahrer jetzt schon nervt, wird noch schlimmer: Nach Angaben des Bezirksamtes Altona soll dieser Abschnitt von Mittwoch, 29. November, bis Freitag, 8. Dezember, für Fräs- und Asphaltierungsarbeiten voll gesperrt werden. Danach werden die Bushaltestellen bis zum 20. Dezember umgebaut. Die Straße ist aus Norden und Süden nur bis zu den Baustellen befahrbar. Restarbeiten können bis Ende Februar 2018 andauern. Birgit Geck ist entsetzt: „Ich finde das eine Zumutung, gerade in den kalten Monaten. Die Sommerferien wären doch sinnvoller gewesen.“

Aber das Bezirksamt wiegelt ab. „Aufgrund der notwendigen planerischen Vorbereitung ist ein früherer Baubeginn nicht möglich gewesen“, sagt Bezirksamtssprecher Martin Roehl. Die Verkehrsführung sei mit der Polizei abgestimmt worden und solle zu einer zügigen Durchführung der Ar-beiten führen. „Es wird in
mehreren Bereichen gleichzeitig gearbeitet, um die Bauzeit
möglichst kurz zu halten“, so Roehl.
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