Café am Elbstrand rottet vor sich hin

Trauriger Anblick: das frühere Café Buchfink nach drei Jahren Leerstand. (Foto: cvs)

Café Buchfink: inzwischen drei Jahre Leerstand. Renovierung und Wiedereröffnung geplant – aber ein Termin steht nicht fest

Ch.v.Savigny, Rissen - Das Café Buchfink am Rissener Ufer hat schon bessere Tage gesehen: Die bemooste Plane des früheren Wintergartens hängt herunter, überall sprießen Pflanzen zwischen den Terrassensteinen hervor. Sogar die Regenrinne des zweistöckigen Gebäudes ist mit Schlingpflanzen überwuchert. Vor rund drei Jahren hatte die beliebte Ausflugsgaststätte am Elbufer ihre Pforten geschlossen – und rottet seither vor sich hin. Doch das soll nicht so bleiben: Laut Eigentümer Horst Bormann werden zurzeit Pläne für eine umfassende Renovierung gemacht.
„Wir arbeiten an einer gas-tronomischen Neukonzeption“, so Bormann. Das Lokal mit seinen bislang rund 100 Außenplätzen will er vergrößern. Problematisch und vor allem teuer dürfte die Unterkonstruktion werden, die auf Pfählen steht. Außerdem sind barrierefreie Toiletten geplant. Noch in diesem Sommer soll der Architektenentwurf fertig sein. Weitere konkrete Maßnahmen stehen aufgrund des zu erwartenden komplizierten Umbaus noch nicht fest: „Eine Terminierung zur Wiedereröffnung des Cafés ist derzeit nicht möglich und wäre rein spekulativ“, sagt der Eigentümer.
Das Café Buchfink hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1923 zurückreicht: Damals gab es in direkter Nachbarschaft ein populäres Freizeitbad, das „Strandbad Blankenese“. Heute ist das Gelände am Elbufer als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Neben einem der schönsten Sandstrände Hamburgs wachsen hier auf nährstoffreichen Wiesen Sumpfdotterblumen, Erzengelwurz sowie seltene Orchideen und Schachblumen. Wegen des feuchten Untergrunds sind die umliegenden Häuser mit Pfählen verankert. Viele der Fundamente haben sich im Laufe der Jahrzehnte verschoben - Umweltschützer machen dafür die Elbvertiefung verantwortlich.
Laut Bezirksamt besteht für das Café Buchfink ein anderthalb Jahre alter Bauvorbescheid: „Dabei gilt die Auflage, dass ein behindertengerechtes und öffentlich zugängliches WC eingerichtet wird“, sagt Amtssprecher Martin Roehl.
Der Eigentümer rechnet nach eigener Auskunft damit, „mehrere 100.000 Euro“ investieren zu müssen.
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