Bürgschaft für Molières Erben

„Molière, wach auf!“: Im Juli und August plant das Theater N.N. zehn Aufführungen im Römischen Garten. Foto: Arash Beigi-Khunsani

Kaution ermöglicht Aufführung im Römischen Garten

Von Reinhard Schwarz. Schauspielfreunde werden sich freuen, denn der Auftritt des Theaters N.N. im Römischen Garten in Blankenese gilt als gesichert. Das Bezirksamt Altona wird für die Freiluft-Aufführungen der Theatergruppe im Sommer eine Kaution in Höhe von 5.000 Euro übernehmen. Das Theater N.N. will an zehn Terminen im Juli und August das Stück „Molière, wach auf!“ aufführen. Diese Kaution ist nötig, um eventuell auftretende Schäden an dem einem klassischen
Amphitheater nachempfundenen Garten zu beseitigen.
Möglich wurde diese Hilfe durch einen Beschluss der Bezirksversammlung im Januar dieses Jahres. „Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Beitrag zur Unterstützung des Theaters N.N. genau der richtige Weg ist, die notwendige Stadtteilkultur zu fördern“, erklärt Bezirksabgeordneter Wolfgang Kaeser (SPD). „Die 5.000 Euro sind für uns ein Segen“, freut sich Friederike Barthel, Regisseurin und Sprecherin der Theatergruppe. „Die Bürgschaft hätten wir nicht aufbringen können.“ Die Gruppe hatte sich an Kaeser gewandt und um Unterstützung gebeten. Der SPD-Politiker hatte das Anliegen aufgegriffen und in die Bezirksversammlung getragen.
Für die Aufführung im Römischen Garten gelten eh schon erhebliche Auflagen. So darf die Theatertruppe keine Lautsprecher verwenden oder Toneinspielungen vornehmen - Nachbarn hatten sich in der Vergangenheit mehrfach beschwert.
Darüber hinaus hatte die Kulturbehörde im vergangenen Jahr dem in Eimsbüttel beheimateten Theater die Förderung in Höhe von 30.000 Euro gestrichen, weil es die geforderte Auslastung der Spielstätte am Hellkamp von mindestens 50 Prozent nicht erreicht hatte. Das Theater hatte mit durchschnittlich 47 Prozent dieses Ziel knapp verfehlt, aber argumentiert, dass die Aufführungen im Römischen Garten in der Regel zu 100 Prozent besucht waren. Auf dieses Argument ließ sich die Kulturbehörde allerdings nicht ein und setzte den Rotstift an. Die Gruppe musste das Haus am Hellkamp schließen, weil sie die Miete nicht mehr zahlen konnte.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.