Bürgerbeteiligung nicht erwünscht?

Liane Melzer (r.), Leiterin des Bezirksamtes Altona, sagte im Gespräch mit Elbvororte-Redakteurin Karin Istel, dass den Rissenern noch im Januar Gesprächsangebote unterbreitet würden. (Foto: vit)

Sieben Hamburger Initiativen gegen Großsiedlungen für Flüchtlinge haben sich zusammengeschlossen

Rissen - Die Bürgerinitiative „VIN Rissen“ (Vorrang für Integration und Nachhaltigkeit in Rissen) hat mit sechs weiteren Bürgerinitiativen einen Dachverband gegründet. So wollen die Initiativen mitreden, wenn es um die Größe und den Standort von Flüchtlingsunterkünften geht. Und gegen die Senats-
politik protestieren, die Großsiedlungen vorsieht.

Was ist das Problem?
Angesichts der Flüchtlingswelle will Sozialsenatorin Melanie Leonhard Großunterkünfte für die Schutzsuchenden bauen lassen. An der Suurheid sollen 413 Wohnungen für Flüchtlinge und 160 Mietwohnungen für Hamburger Bürger gebaut werden. Ein internationales Quartier mit kleinen Läden und einem Treffpunkt ist vorgesehen.
Der bestehende Bebauungsplan wird dafür nicht geändert. Die geplanten Gebäude sollen nur um ein bis zwei Geschosse höher gebaut werden.
Die anderen 400 Wohnungen für Flüchtlinge sollen an anderer Stelle im Bezirk gebaut werden.

Was kritisiert die VIN?
• Ihr sind die 513 Wohnungen immer noch zu viel, die auf dem acht Hektar großen Grundstück entstehen. „Das ist das zweieinhalbfache der ursprünglichen Planung“, heißt es seitens der Initiative.
• Der VIN sind es zu viele Flüchtlinge: bis zu 2.500 an der Suurheid, 800 Flüchtlinge und Obdachlose im angrenzenden Gebiet Sieverstücken I+II. „VIN Rissen hält dies für eine unter
Integrationsgesichtspunkten nicht zu realisierende Größenordnung.“ 
• Die Initiative will als Gesprächspartner von der Politik ernst genommen werden. Deshalb wurde auch der Dachverband gegründet. „Wir fordern einen Dialog zwischen Bürgern und Politik zur Gestaltung der Flüchtlingsunterbringung“, so Dachverband-Mitglied Volker Jahnke.
Bezirksamtsleiterin Liane Melzer ist gesprächsbereit: „Selbstbewusste Bürger finde ich gut. Wir werden noch in diesem Monat mit Gesprächsangeboten auf die Elbvororte zugehen“, verspricht sie.
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