Bürger bekamen Namen bei der Schweinezählung

Er wird am Montag Kurioses und Wissenswertes über Rissen erzählen: Hubert Wudtke. Foto: pr

Hubert Wudtke erzählt Witziges und Kurioses über Rissen

Karin Istel, Rissen
Kurios, aber wahr: Das so genannte Rissener Schweineregister diente als Grundlage der ersten Einwohner- und Namenserhebung im Ort. Anlässlich der Schweinezählung um das Jahr 1600 wurden Familiennamen neu vergeben. Noch heute leben Nachkommen dieser Bauern, die den damals vergebenen Namen tragen, im Ort. Wer diese und weitere Rissener Anekdoten hören möchte, ist beim Dorfgespräch am Montag, 6. November, ab 19 Uhr mit Hubert Wudtke genau richtig.
Wer hätte gedacht, dass Rissen einstmals bevorzugter Landsitz adliger Strand- und Seeräubern war? Die Geschichte des vertriebenen Grafen Clancarty erzählt Stadtteilchronist Wudtke wie einen Historienkrimi als Seifenoper.
Ebenfalls vielen Rissenern unbekannt: Der Hamburger Cesar VI. Godeffroy betrieb Mitte des 19. Jahrhunderts regen Handel mit Südamerika und besaß auch Kokosplantagen auf Samoa. Das brachte ihm den Namen „Südseekönig“ ein. Möglich ist, dass er sich von der dortigen Natur zur Aufforstung der Rissener Wälder inspirieren ließ.
Der Eintritt zum Dorfgespräch in der Wedeler Landstraße 2 ist frei, um Spenden für die Arbeit des Bürgervereins wird gebeten.
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