Brand in der alten Turnhalle Röbbek

Zivilfahnder nehmen zwei Jugendliche fest - Kritik an Behörden

Von Reinhard Schwarz. Brandstiftung: Am Dienstag vergangener Woche rückte die Feuerwehr aus, um einen Brand in der alten Turnhalle Röbbek zu löschen. Zivilfahnder konnten einen 14- und einen 15-Jährigen festnehmen. Die beiden sind tatverdächtig und wurden ihren Eltern übergeben. „Die Jugendlichen hatten offensichtlich Vorhänge in der leer stehenden Turnhalle angezündet“, erklärte Polizeisprecher Andreas Schöpflin. Dabei wurden sie beobachtet, Zeugen alamierten die Polizei. Personen wurden nicht verletzt, über den Sachschaden an dem denkmalgeschützten Gebäude ist nichts bekannt.
Derweil erhebt Hartmut Groth, Betreiber einer Solaranlage auf dem Dach der Turnhalle, schwere Vorwürfe: „Bereits vor zwei Wochen war ein Einbruch in das Gebäude bemerkt worden, ohne dass die für die Halle verantwortliche Finanzbehörde darauf reagiert hätte. Seit Montag stand das Gebäude dann vollkommen offen.“ Groth ist Geschäftsführer der Röbbek Energieanlagen KG. Es sei nur ein Zufall gewesen, dass das Feuer keinen größeren Schaden angerichtet habe, so Groth.
Die Turnhalle gehört zur Schule Röbbek. Die ebenfalls denkmalgeschützte Dorfschule steht schon seit Jahren leer, während die Turnhalle noch bis Jahresende von der Groß Flottbeker Spielvereinigung genutzt wurde. Allerdings wurde in den Erhalt der Turnhalle nichts mehr investiert, so dass sie entsprechend seit Jahren vor sich hinrottet. Schon vor längerer Zeit hatten Kommunalpolitiker, unter anderem der SPD, auf den beklagenswerten Zustand des Gebäudes hingewiesen. Im Januar wurde noch darüber spekuliert, ob ein Café in die Turnhalle zieht.
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