Bezirksamt kündigte Hygienekontrolle im Westklinikum Rissen vorher bei Asklepios an!

Die Privatisierung der Krankenhäuser ist alles andere als preiswert - sie kommt den Patienten teuer zu stehen.

Eine Kleine Anfrage des Bezirksabgeordneten Karsten Strasser (DIE LINKE) ergab, dass Termine für Hygienekontrollen in Krankenhäusern dem Betreiber von der bezirklichen Krankenhausaufsicht vorher mitgeteilt werden.

Dies gilt jedenfalls für sog. Regelbegehungen, welche dazu dienen die hygienischen Verhältnisse in den Kliniken zu überprüfen. Das Elbe-Wochenblatt vom 3. April berichtete über einen Fall der mangelhaften Krankenhaushygiene im Asklepios Westklinikum Rissen. In diesem Fall hatte das Bezirksamt Asklepios am 8. März 2013 darüber informiert, dass am 18. April 2013 eine Begehung zur Hygienekontrolle im Asklepios Westklinikum Rissen durch Mitarbeiter des Bezirksamtes stattfinden werde. Nach Angaben des Bezirksamtes werden Hygienekontrollen nach den derzeit in ganz Hamburg geltenden Verwaltungsvorschriften grundsätzlich vorher beim Krankenhausbetreiber angekündigt. Das Bezirksamt begründete dies damit, dass es nur so möglich sei, die verantwortlichen Mitarbeiter zu sprechen (z.B. wären chirurgisch tätige Ärzte ansonsten u.U. im OP) und die notwendigen Unterlagen (z.B. Protokolle der Sitzungen der Hygienekommission) zu bekommen. Nach Ansicht von Karsten Strasser ist es daher nicht überraschend, dass bei der Kontrolle am 18. April 2013 nach Angaben des Bezirksamtes keine wesentlichen Beanstandungen festgestellt wurden. Kontrollen mit vorheriger Ankündigung haben nur geringen Effekt. Dies sei bei Betriebskontrollen von Lebensmittelbetrieben längst anerkannt: Dort wird in den Betrieben deshalb unangekündigt kontrolliert. Ebenso wie bei Lebensmittelbetrieben dienen Hygienekontrollen in den Krankenhäusern, dem Schutz vor gesundheitlichen Gefahren. Daher müsse die Hygienekontrolle in Krankenhäusern zukünftig ebenfalls ohne vorherige Ankündigung erfolgen, meint Strasser. Einen entsprechenden Antrag wird die Altonaer Linksfraktion in kürze in die Bezirksversammlung einbringen.
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Brigitte Thoms aus Lurup | 02.05.2013 | 09:30  
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