Besser radeln in Holland

Eine Brücke nur für Radler: Die Rissener Schüler unterwegs in Amsterdam. (Foto: pr)

Auf Tour mit Rissener Schülern – Navigieren leicht gemacht

Chr.v. Savigny, Amsterdam – Seit gut drei Wochen ist die Rissener Schülergruppe mittlerweile per Rad unterwegs. Auf einer großen Schleife durch Deutschland und die Niederlande wollen die Zwölftklässler der Stadtteilschule (STS) Rissen die örtlichen Radwege unter die Lupe nehmen und daraus nach ihrer Rück-kehr ein Fahrradverkehrskonzept für den Hamburger Westen basteln. Heute: die Etappe von Münster nach Amsterdam.
Bei herrlichem Spätsommerwetter touren die 16- und 17-jährigen Radwanderer weiter in Richtung Westen. Völlig unspektakulär – ohne Schlagbaum und ohne Beschilderung – wird am zweiten Tag die holländische Grenze passiert. Dafür ändern sich die Radwege, die nun mit einem Mal vier Meter breit sind. Schnell stellt die Gruppe fest, dass man in den Niederlanden keine Radkarte benötigt: Die Wege sind durchgehend ausgeschildert – alle paar Kilometer hilft eine Übersichtskarte bei der Orientierung. Lediglich die Nummer ihrer Route müssen die Schüler im Kopf behalten.
Die Jugendlichen halten bis auf kleinere Wehwechen wie Magenschmerzen oder Erkältung gut durch. Fahrradpannen gehören jedoch zum Tagesgeschäft. Als sich einer der Schüler – irgendwo mitten in der Pampa – eine dicke Acht ins Hinterrad fährt, wird er mitsamt Fahrrad und Begleitperson von einem freundlichen Lkw-Fahrer zum nächsten Radladen kutschiert. Und dort dauert es nur eine knappe Stunde, bis der Schaden behoben ist.
Abends werden entweder die mitgebrachten Zelte aufgeschlagen – oder es bietet sich die Möglichkeit, in einem örtlichen Gemeindehaus oder Sportzentrum zu nächtigen. Vorteil: Dort gibt es (meist) Duschen. Kurz vor Amsterdam lädt das Ijsselmeer zu einem spontanen Bad ein.
In Hollands Fahrradmetropole angekommen, bekommen die Schüler eine Exklusiv-Stadtführung von der Organisation „Sustainable Amsterdam“. Thema ist – natürlich – die Radverkehrsplanung. Erstes Fazit: Radfahrer dürfen meistens den schnelleren und direkteren Weg als Autofahrer nehmen. Es gibt kostenlose Fahrradgaragen, die bis zu 20.000 Fahrräder beherbergen und Fähren, die ebenfalls
kostenlos genutzt werden können.
In der nächsten Ausgabe: die lange und anstrengende Etappe nach Mannheim.
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