Beschwerlicher Weg zum Seniorentreff

Den AWO-Seniorentreff über den unbefestigten Sandweg zu erreichen, ist besonders mit Gehhilfe beschwerlich – wie für Doris Böhmfeld (vorne l.), Else Wilde (M.) und Anni Mielke (vorne r.). Foto: jve

Kritik: Sandbelag und kaum sichtbarer Seitenbegrenzung führen zum AWO-Seniorentreff Osdorf – mangelnde Beleuchtung und bei Regen zahlreiche Pfützen

Julia Vellguth, Osdorf Wenn sich Doris Böhmfeld auf den Weg zum AWO-Seniorentreff Osdorf macht, hat sie immer eine Taschenlampe dabei. Ausgerechnet der Gehweg zu der Senioreneinrichtung ist unwegsam und schlecht beleuchtet. Auf dem Nachhauseweg helfen sich die Senioren gegenseitig, um nicht zu stürzen.
Die meisten Besucher des Seniorentreffs kommen aus Richtung Bornheide und müssen den Hauptplatz des Bürgerhauses überqueren. Zum AWO-Haus führt ein kleiner Weg mit Sandbelag sowie einer Stahlkante als Seitenbegrenzung. „Die Kante sieht man nicht“, bemängelt Else Wilde, die mit Gehstock unterwegs ist.
Noch beschwerlicher ist es für Senioren wie Doris Böhmfeld, die mit ihrem Rollator auf dem Sand schlecht vorankommen, andere haben mit Rollstuhl oder Krücken darauf Probleme. Hat es viel geregnet, ist der Weg voller Pfützen. Wer diesen Unwägbarkeiten ausweichen will, muss eine längere Strecke um den Bürgergarten in Kauf nehmen. „Man kann doch keine Begegnungsstätten für alte Leute aufmachen, wo sie nicht hinkommen“, meint Barbara Beuleke. Mit ihren 69 Jahren ist sie eine der Jüngsten im Seniorentreff, während der Großteil 80 Jahre und älter ist.
Auch die Beleuchtung am Bürgerhaus Bornheide ist schlecht, am Sandweg fehlt sie gänzlich. „Alle schimpfen. Einige haben gesagt, sie wollen im Winter nicht mehr kommen“, berichtet Elke Müller. Zusammen mit Barbara Beuleke suchte sie das Gespräch mit der Leitung des Bürgerhauses Bornheide. 
Christine Kruse, die das Bürgerhaus mit Roland Schielke verwaltet, zeigt sich entgegenkommend: „Wir haben immer offene Ohren für die Belange der Menschen im Bürgerhaus.“ Es habe bereits ein Gespräch mit dem Landschaftsarchitekten des Geländes gegeben, und für eine mögliche Umgestaltung sei ein Vor-Ort-Termin mit Fachleuten des Bezirksamtes geplant. „Und die Beleuchtung ist ein Dauerthema“, fügt sie hinzu.
So sei bereits der Austausch von drei Pollerleuchten gegen Mastleuchten auf der Ostseite genehmigt. Eventuell könnten die übrig gebliebenen Pollerleuchten am betreffenden Gehweg eingebuddelt werden. Es ergäbe Sinn, auch den Belag des Weges in diesem Zuge auszutauschen. „Doch das liegt jetzt in den Händen der Fachleute, es ist alles auf den Weg gebracht.“

Das sagt das Bezirksamt
Laut Bezirksamts-Sprecher Martin Roehl waren Mitarbeiter der Abteilung Stadtgrün bereits vor Ort um zu klären, wie die Wegesituation und die Beleuchtung auf dem Bürgerhaus-Gelände verbessert werden kann. Kurzfristig wird das Bezirksamt den drei Pollerleuchten durch Mastleuchten austauschen, wofür die Bezirksversammlung bereits im Oktober Mittel zur Verfügung gestellt hat. Derzeit würden die Kosten ermittelt, um den Weg zu pflastern und die ausgetauschten Pollerleuchten dort einzusetzen, so Roehl. Wer die Kosten übernehme, sei bisher noch nicht geklärt. vel
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