Ausstellung: „Die Wüste lebt“

Mit keckem Blick schaut der samtige Leopardengecko, der fürs Überleben in der Wüste raffinierte Strategien entwickelt hat. Foto: expovivo/Christian Schweizer
GISELA STÖRMER, OTTENSEN

Berührende Einblicke in die
Lebenswelt der Wüstenbewohner gewährt die Ausstellung des Entomologen – also Insektenforschers – Christian Schweizer. Die völlig neu konzipierte Ausstellung feiert von Montag, 23. Januar, bis Sonnabend, 11. Februar, Premiere im Mercado. In 16 Terrarien und einem großen Spezial-Terrarium im Untergeschoss werden Tiere aus den Wüsten Afrikas, Asiens, Australiens und Amerika in ihren natürlichen Lebensräumen gezeigt. Auf Texttafeln gibt's tolle Infos zu den Tieren und ihrer Heimat. Führungen runden die einmalige Ausstellung ab.

Fokus auf bedrohte
Tier- und Pflanzenarten

Mehr als 30 Prozent der Erde sind von Wüsten und Halbwüs- ten bedeckt. Diese Landschaften faszinieren mit ihrer Schönheit, ihrer erhabenen Stille und ihren endlosen Weiten. Doch diese Naturparadiese sind bedroht. Christian Schweizer: „Unaufhaltsam werden diese unberührten Biotope durch menschliche Eingriffe und Klimawandel immer weiter zurückgedrängt und damit verschwinden jedes Mal mehr Tier- und Pflanzenarten.“ Unter diesem Aspekt hat der Forscher die Ausstellung konzipiert.
Die in den Wüsten lebenden Tiere sind einem immerwährenden Überlebenskampf ausgesetzt: Sie müssen sich vor Überhitzung schützen und extreme Temperaturschwankungen aushalten, mit geringem Nahrungsangebot auskommen, hohe Dosen UV-Licht vertragen und gegen Wind
ankämpfen. Und dann machen ihnen auch noch die permanente Wasserknappheit und Verduns- tung das Leben schwer. In dieser unwirtlichen Umgebung erweisen sich die Tiere als wahre Überlebenskünstler.

Sahara ist mit Eierschlangen und Chamäleons vertreten

Allein in der Sahara
leben etwa 40 unterschiedliche Nagetiere, mehr als 60 Echsen-, 30 Schlangen- und 90 Vogelarten sowie zahlreiche Spezies von Skorpionen, Spinnen und Insekten. In der Ausstellung ist
die Sahara mit naturgetreu eingerichteten Terrarien und Tie-
ren wie Eierschlangen, Biberschwanzgamen oder Chamäleons eindrucksvoll vertreten. Skorpione, Schlangen und Echsen aus den Wüsten Asiens, die sich von der Sinai-Halbinsel im Westen bis zur Wüste Gobi im Osten erstrecken, sind ebenso zu entdecken wie Kragenechsen, die im roten Sand Australiens rund um den berühmten Berg Ayers Rock zu Hause sind. Aus den Wüsten und Prärien Amerikas sind Vogelspinnen, Kröten, Schlangen und Echsen im
Mercado zu bewundern.
Montags bis freitags werden um 10, 11 und 12 Uhr Gruppenführungen angeboten. Anmeldung: S 39 86 84 0 (Center-Management). Man kann zum Beispiel einen Leopardengecko berühren, der sich wie Samt anfühlt. Ganz Mutige können Aug’ in Aug’ Vogelspinne, Skorpion oder Schlange kontaktieren.
Christian Schweizer: „Mit dieser Ausstellung möchte ich vor allem die Jugend ansprechen und ihr Bewusstsein für den Schutz der Tiere wecken, denn nur was man kennt, kann man schützen“
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