Auf der Suche nach einem Grundstück

Vier große Flächen, auf denen Unterkünfte für Flüchtlinge errichtet werden können, stehen im Bezirk zur Verfügung

Karin Istel, Blankenese - Die Flüchtlingsunterkunft Schnackenburgallee platzt aus allen Nähten. In der Erstaufnahme gibt es 2.400 Schlafplätze. Doch das ist angesichts der vielen Menschen, die in Hamburg eine neue Heimat suchen, viel zu wenig. Es wird eine weitere Großunterkunft gebraucht.
Sie könnte in Blankenese entstehen.

Welche Standorte sind im Gespräch?
Es gibt insgesamt vier Flächen, die für eine so genannte Erstaufnahme oder eine Folgeunterbringung in Frage kämen:
- Auf der Fläche hinter dem Rissener Krankenhaus, die sechs Hektar groß ist, könnte auf 13.000 Quadratmeter eine Großunterkunft entstehen.
- Auf der Fläche neben dem Blankeneser Golfplatz stünde ebenfalls eine 18.000 Quadratmeter große Fläche für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. „Ich bin überzeugt, dass die Blankeneser damit einverstanden sind, wenn eine Fläche wie diese genutzt wird“, sagt Uwe Szczesny (CDU).
- Ebenfalls gibt es je eine geeignete Fläche bei der Führungsakademie der Bundeswehr (Osdorf) und bei der Reichspräsident-Ebert-Kaserne in Iserbrook.
Diese beiden Flächen sind Ersatzflächen. Sollte die Fläche am Krankenhaus oder am Golfplatz als Standort für eine Füchtlingsunterkunft abgelehnt werden, käme eine der beiden Kasernen-Flächen ins Spiel.

Wo kommt nun die neue Flüchtlingsunterkunft hin?
Das ist noch völlig unklar. Denn: „Momentan handelt es sich lediglich um einen Vorschlag des Bezirksamtes“, so Sprecher Jan Lengwenath.
Die Behörde für Inneres und Sport (BIS), die die Flüchtlinge in Erstaufnahmen registriert, und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI), die die Flüchtlinge dauerhaft unterbringt, müssen die Vorschläge erst noch prüfen.
Das Ergebnis wird anschließend an das Bezirksamt Altona übermittelt. Dann entscheiden die Politiker der Bezirksversammlung über den genauen Standort.

Wie lange wird das dauern?
Das weiß keiner. Aber Eile ist geboten. Die Flüchtlinge brauchen dringend eine Unterkunft.
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