Apfelfestival!

Wer den Obstbauern und Pomologen Eckart Brandt erfreuen möchte, bringt ihm ein Exemplar einer seltenen Apfelsorte mit, beispielsweise einen Pater Noster oder einen Bardowicker Sommerkönig.

Botanischer Garten: Auf den Norddeutschen Apfeltagen werden 220 Apfel- und 70 Birnensorten vorgestellt

Klein Flottbek – Es gibt Apfelsorten, die haben selbst Jan Bade und Eckart Brandt (noch) nicht probiert. Die beiden Apfelforscher (Pomologen) suchen beispielsweise seltene Apfelsorten wie den Pater Noster, den Finkenwerder Winterrambour oder den Zehn Gebote Apfel. Wer so eine alte Apfelsorte im heimischen Garten stehen hat, kann sie an den Apfeltagen von Freitag, 25. September, bis Sonntag, 27. September, im Botanischen Garten vorbeibringen. Doch nicht nur Liebhaber seltener Apfelsorten kommen an diesen drei Tagen voll auf ihre Kosten.
An allen Tagen kann man Äpfel aus norddeutschem Anbau verkosten, zum Beispiel den Rosa Claussen. Er wurde zum Apfel des Jahres gekürt. Diese Apfelsorte wird auch Dithmarscher Borsdorfer oder – etwas
despektierlich – Jungferntitt genannt.

Kinderprogramm und Apfelworkshops

Die Apfelsorte stammt aus Dithmarschen und wurde erstmals um das Jahr 1910 erwähnt. Die Namensgeberin Rosa Claussen wohnte in der Gemeinde Wrohm im Kreis Dithmarschen, in dessen Umgebung heute noch viele alte Obstbäume dieser Sorte zu finden sind.
Doch wie erkennt man überhaupt eine Apfelsorte? Dazu werden am Freitag, 25. September, jeweils ein Workshop für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten. Anmeldungen nimmt Ulrich Kubina unter Tel. 46 06 39 92 entgegen.
Am Sonnabend, 26., und Sonntag, 27. September, steigt dann das große Apfelfest. Präsentiert wird Norddeutschlands größte Sortenausstellung mit etwa 220 Apfel- und 70 Birnensorten. Von Besuchern mitgebrachte Äpfel oder Birnen werden ebenfalls bestimmt.
Am Sonntag, 27. September, stehen im Botanischen Garten von 11 bis 16 Uhr
Vorträge zu Obstbäumen, Wildbienen und Co. auf dem Programm. Um 12 Uhr kann ein Veredelungskurs im Rollgewächshaus besucht werden.
Erstmals in diesem Jahr stellen sich im „Schaufenster Öko-Obstbau“ die Öko-Obstbau-Beratung Norddeutschland und Öko- Betriebe vor.
Während aller drei Tage werden zahlreiche Markt-, Info- und Essstände aufgebaut sein. Für Kinder gibt es ein extra Programm mit Saft pressen, Märchenstunde, Malen, Kneten und Kletterturm.
Die Norddeutschen Apfeltage 2015 werden von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens und der Loki-Schmidt-Stiftung gefördert.

Norddeutsche Apfeltage
Fr, 25. September, bis
So,27. september
Loki-Schmidt-Garten
Ohnhorststraße 18
www.apfeltage.de
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