Als Bürger ihre Namen bei der Schweinezählung bekamen

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden in Rissen Schweine gezählt – und bei dieser Gelegenheit gleich Namen an die Einwohner vergeben. symbolfoto: tsekhmister/panthermedia

Witziges und Kurioses über Rissen erzählt Hubert Wudtke

Karin Istel, Rissen

Kurios, aber wahr: Das so genannte Rissener Schweine-
register diente als Grundlage der ersten Einwohner- und Namenserhebung im Ort. Anlässlich der Schweinezählung um das Jahr 1600 wurden Familiennamen neu vergeben. Noch heute leben Nachkommen dieser Bauern, die den damals vergebenen Namen tragen, im Ort. Wer mehr über das unbekannte Rissen wissen möchte, sollte das Dorfgespräch am Montag, 13. Februar, ab 19 Uhr mit Hubert Wudtke nicht versäumen.
Vielen Rissenern ebenfalls unbekannt: Die Wälder in Rissen wurden vom Hamburger Cesar VI. Godeffroy Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Er kaufte vor Ort 257 Hektar Flächen und forstete sie auf. Historiker haben bislang für die Motive Godeffroys keine eindeutige Erklärung. Bekannt ist jedoch, dass Godeffroy nicht nur regen Handel mit Südamerika betrieb, sondern auch Kokosplantagen auf Samoa besaß. Das brachte ihm den Namen „Südseekönig“ ein. Möglich ist, dass er sich von der dortigen Natur zur Aufforstung inspirieren ließ.
Der Eintritt zum Dorfgespräch in der Alten Steinschule, Wedeler Landstraße 2, ist frei, um Spenden für die Arbeit des Bürgervereins wird gebeten.
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