Alle wollen Katjas knallbunte Nistkästen

Die Groß Flottbekerin Katja Johnsen mit den selbst gebastelten knallbunten Nistkästen. Foto: rs

Flottbekerin bastelt farbenfrohe Vogelhäuser und verschenkt sie

Von Reinhard Schwarz. Wer in der Straße Flottbeker Drift aufmerksam in die Bäume schaut, wird dort seit geraumer Zeit knallbunte Nistkästen entdecken. Die farbenfrohen Heime für brütende Vögel stammen (fast) alle von einer Person: Katja Johnsen. Ihre Töchtern Lina (16) und Anne (13) haben mit gebastelt. Die Unterstände werden meistens an Freundinnen verschenkt. Alles aus Spaß an der Freude.
„Ich habe damit vor drei bis vier Jahren angefangen“, schildert Johnsen, im Hauptberuf OP-Schwester. „Anfangs hatte ich ein Häuschen zusammengezimmert und einer Freundin geschenkt.“ Bald schon wollten auch andere Freundinnen so ein ungewöhnliches Vogelhaus haben und auch deren Freundinnen und so weiter. „Ich habe wohl so 120 Stück gebastelt“, schätzt die Flottbekerin. Ihre Nistkästen seien, sagt sie mit leichter Selbstironie, „hässlich, aber lustig“.
Auch die Töchter wurden zeitweise vom Bastelfieber angesteckt und produzierten eifrig mit. „Inzwischen basteln die Mädchen aber keine Vogelhäuschen mehr.“
Wie sie zu ihrem ungewöhnlichen Hobby gekommen ist, kann sich Katja Johnsen auch nicht so recht erklären: „Ich habe einfach Spaß am Basteln und Malen.“ Für den „Rohbau“ eines Vogelhauses braucht die 46-Jährige rund eine Stunde. „Malen und Lackieren dauert etwas länger.“ Das Holzmaterial stammt aus alten Weinkisten und von der herausgerissenen Holzvertäfelung eines Nachbarhauses. „Ich nehme alles, was sich verwenden lässt.“ Ihr Mann hat ihr sogar zum Hochzeitstag eine Stichsäge geschenkt, die sie nun eifrig einsetzt.
Die Nachfrage nach den Nistkästen ist weiterhin ungebrochen, doch Katja Johnsen will eigentlich nicht mehr weitermachen. „Im Grunde habe ich damit abgeschlossen.“
An einer Massenfabrikation hat sie kein Interesse. Als sie ihre Häuschen einmal auf einem Kirchenbasar anbot, waren da zu viele Nörgler. „Da wurde rumgemeckert: ‚Wie lange halten die? Wie viel Vögel passen da rein?’ Das ging mir auf den Geist.“
Dabei werden die Nistkästen durchaus von den gefiederten Kunden angenommen: „Zwei Häuschen, die ich vor zwei Wochen aufgehängt hatte, sind mittlerweile bewohnt.“
So ganz wird die Groß Flottbekerin mit dem Mini-Hausbau wohl nicht aufhören können, sagt sie: „Ich habe schon neue Anfragen. Jetzt muss ich wieder.“
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