Ärztehaus wird zum Hospiz

Ulrich Zeiger, Stiftung Emmaus Hospiz, mauert die Zeitkapsel in der Rückwand des Altbaus ein. Clarita Loeck, Vorsitzende des 2006 gegründeten Blankeneser Hospizvereins und der Stiftung Emmaus Hospiz schaut interessiert zu. (Foto: Boris Rostami)

Richtfest für Umbau gefeiert – noch fehlen 465.000 Euro – Eröffnung im Frühjahr 2017 geplant

BLANKENESE – Ein wichtiger Abschnitt unseres Riesenvorhabens ist geschafft“, freute sich Clarita Loeck, Vorsitzende des 2006 gegründeten Blankeneser Hospizvereins und der Stiftung Emmaus Hospiz. Bei strahlendem Sommerwetter begrüßte sie auf der Baustelle an der Godeffroystraße 29 rund 140 Gäste: Sie feierten Grundsteinlegung und Richtfest des Hospizbaues zugleich.
Ende Mai vergangenen Jahres war der erste Spatenstich auf dem unmittelbar hinter der Blankeneser Kirche gelegenen Grundstück gesetzt worden. Das dortige Ärztehaus wird seither nach den Plänen des Hamburger Architekturbüros SEHW umgebaut und mit einem Anbau erweitert. Im Frühjahr 2017 soll das Emmaus
Hospiz mit zehn Zimmern eröffnet werden. Dort werden Menschen, deren schwere Erkrankungen nicht mehr therapierbar sind, in ihrer letzten Lebensphase begleitet: „Selbstbestimmt, würdevoll und getragen vom Geist Gottes“, betonte Pastor Klaus-Georg Poehls, der die Zeremonie begleitete.
In einer zylindrischen Kassette verschloss Clarita Loeck Dokumente aus der Entstehungszeit des Baus: die aktuelle Ausgabe einer Tageszeitung und des Blankeneser Gemeindebriefs, eine Architekten-Skizze, einen Hospiz-Newsletter, Info-Broschüre und Flyer zum Hospiz und zur Trauerarbeit sowie ein paar Geldmünzen.

Weitere Spenden dringend erforderlich

Ulrich Zeiger, Architekt und Vorsitzender des Blankeneser Kirchengemeinderates, mauerte die verlötete Kassette in der südlichen Rückwand des Altbaus ein. Mit je drei symbolischen Hammerschlägen, begleitet von einem Segensspruch, klopften unter anderem Clarita Loeck und Pastor Poehls die Steine fest. Zum Abschluss der von Trompetenklängen begleiteten Feier wurde per Kran die Richtkrone in den Himmel über dem Rohbau gehoben.
Das ambitionierte Hospiz-
Projekt, für das inzwischen über 2,3 Millionen Euro Spenden eingeworben wurden, ist weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Für die Tilgung des Kredits und als Startkapital für den Betrieb des Hospizes fehlen noch 465.000
Euro.
Die Emmaus-Stiftung ist die Bauherrin des Hospizes, die Pflegediakonie Hamburg-West/Südholstein die künftige Betreiberin.
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