42 Bäume wurden gefällt

Viele Blankeneser demonstrierten für den Bau des Pavillondorfes im Björnsonweg. (Foto: joto)

Baustopp für Flüchtlingslager aufgehoben – Die Stadt begann mit den Bauarbeiten im Björnsonweg 

Blankenese – Vertrackte Situation am Björnsonweg: Der Baustopp gegen das Pavillondorf wurde vom Oberverwaltungsgericht (OVG) aufgehoben, die Bauarbeiten begannen bereits.
Kurzer Rückblick: Ein Anwohner hatte gegen den Bau der Flüchtlingsunterkunft geklagt. Das Verwaltungsgericht (VG) verhängte einen Baustopp. Dagegen reichte die Stadt beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Beschwerde ein. Mit Erfolg. Das OVG hob den Baustopp auf.
Und die Stadt handelte umgehend: Einen Tag danach kreischten im Björnsonweg die Motorsägen. 42 große Bäume wurden auf dem Gelände abgeholzt, auf dem die 192 Flüchtlinge zukünftig ein neues Zuhause finden sollen. Zuvor erteilte das Bezirksamt Altona eine Ausnahmegenehmigung für das Fällen der Bäume.
Jetzt wird das Gelände vermessen, Abwasser- und Stromleitungen werden verlegt. Wahrscheinlich werden Mitte 2017 die ersten Geflüchteten einziehen können. „Mit dieser verhältnismäßig kleinen Unterkunft wollen wir ein Beitrag zur Verteilungsgerechtigkeit in der Stadt leisten“, so Anselm Sprandel, Hamburgs Flüchtlingskoordinator. In Blankenese gibt es bislang keine Flüchtlingsunterkunft.
Doch ob das Pavillondorf wirklich gebaut wird, steht immer noch in den Sternen. Denn das OVG hat lediglich entschieden, dass der Baustopp nicht rechtens war. Ob der Anwohner zu Recht gegen die Baugenehmigung klagte, das wird das VG voraussichtlich erst im Mai entscheiden.
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