353 Kilo Müll am Strand

353 Kilo Müll sammelten die Jugendlichen beim Küsten-Putztag. Aus einem Teil der Sachen entstand ein Kunstwerk (vorn r.). Es zeigt die Flosse eines Schweinswales, der in einen prall gefüllten Einkaufswagen abtaucht. Foto: naju hamburg/ f.flock

28 Jugendliche reinigten beim Küsten-Putztag den
Strand an der Elbe und bauten ein Kunstwerk aus Müll

Karin Istel, Elbvororte
Ihr Quartier hatten die Elbretter für ein Wochenende im
ElbeCamp am Wittenberger Ufer. Von dort aus setzten die 28 Jugendlichen für ein paar Stunden zur Elbinsel Pagensand über. Müllsammeln stand beim „Küsten-Putztag“ (Coastal Cleanup Day) auf dem Programm.
Die jungen Leute im Alter ab 16 Jahren krempelten die Ärmel hoch und legten los. Sie sammelten in nur zweieinhalb Stunden 353 Kilo Abfall auf nur einem Quadratkilometer Strand. Wie gefährlich der Müll für Fauna und Flora ist, der nicht nur auf Pagensand, sondern auch am Blankeneser Strand zu finden ist, erfuhren die Jugendlichen zuvor in Workshops und Vorträgen. Darin ging es um Mikroplastikteilchen, die im Wasser schwimmen, Müllvermeidung im Alltag und Upcyc-ling (Aufwerten von alten Dingen).
Doch was passierte mit dem Müll vom Pagensand? Aus den Fundstücken entstand unter Anleitung des Künstlers Georg Möller ein Kunstwerk. Es stellte einen Schweinswal dar, der durch einen Einkaufswagen in Plastikmüll abtaucht. Die Installation soll darauf aufmerksam machen, dass diese Delfinart, die auch zeitweise in der Elbe schwimmt, durch die Verschmutzung der Meere und Gewässer vom Aussterben bedroht ist. Das Kunstwerk wurde zum Ende des Camps feierlich eingeweiht. Ein Teil des Kunstwerks bleibt als Ausstellungsobjekt im ElbeCamp am Falkensteiner Ufer erhalten.
Organisiert hatte die Müllsammelaktion die Naturschutzjugend (Naju), die Jugendorganisation des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu). Unterstützt wurde die Naju von der Stiftung Lebensraum Elbe und der Bingo! Umweltlotterie. Zudem stellte die Stadtreinigung Hamburg Müllsäcke und Arbeitsgeräte bereit und das Elbe Camp den Veranstaltungsort und die Entsorgung des Restmülls.
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