„Wir kämpfen mit kleinsten Mitteln“

Der Kader des FC Süderelbe, des erfolgreichsten Fußballklubs im Hamburger Süden. Foto: FCS

Fußball-Oberliga: Trotz eines schmalen Budgets mischt das Team von Markus Walek locker mit

Waldemar Düse, Süderelbe
Im Gegensatz zu vielen Staffelkonkurrenten dringen auch zehn Tage vor dem Beginn der Rückserie gegen den Tabellenvorletzten Vorwärts/Wacker beim Fußball-Oberligisten FC Süderelbe keine Hektik oder markige Kampfansagen an die Öffentlichkeit. Es gibt aber auch keinen Grund für Hyperaktivität. Die Neugrabener rangieren exakt in der Mitte der Tabelle, mit mehr Punkten Abstand zum Schlusslicht als zum Tabellenzweiten.
„Bisher war das ein klasse Saisonverlauf, das hatten wir vorher so nie erwartet.“ Die Analyse von Süderelbes zweitem Vorsitzenden Matthias Nehls verwundert vor diesem Hintergrund nicht. Sie gilt selbst für den Fall, dass aus dem 2:1 gegen den Wedeler TSV am Resopaltisch des Sportgerichts noch ein 0:3 gemacht wird. Der Klub ist durch eine vom Spielausschuss unrechtmäßig erteilte Spielerlaubnis für Tarik Cosgun unverschuldet in die Mühlen der lokalen Fußballjustiz geraten.
Die Verantwortlichen auf der Karl-Müller-Sportanlage am Kiesbarg können sich somit bereits in aller Ruhe mit der kommenden Spielzeit beschäftigen. „Die Planungen laufen“, sagt Nehls. Das hört sich aber einfacher an, als es in Wirklichkeit ist, denn „wir kämpfen mit kleinsten Mitteln.“ Soll heißen: Mit den Finanzmitteln der allermeisten Oberliga-Konkurrenten könne man nicht mithalten.
„Wir sind zwar im eigenen Nachwuchs schon ganz ordentlich aufgestellt, müssen in der Breite aber noch zulegen“, zeigt Nehls die Richtung an, die alternativlos ist. Und er macht auch keinen Hehl daraus, mit wem der Verein das auch zukünftig zu tun gedenkt. „Aus meiner Sicht können wir gerne mit ihm weiterarbeiten.“ Gemeint ist Trainer Markus Walek, der sportlich Verantwortliche für den bislang so überaus positiven Saisonverlauf.
Walek ist es zuletzt gelungen, Alexander Mucunski zu einer Rückkehr vom SC Concordia an den Kiesbarg zu überzeugen. Der 24-jährige Harburger hatte den Kiesbarg vor zwei Jahren verlassen und soll als Führungsspieler den eigenen Nachwuchsspielern bei ihrer Entwicklung helfen. Wie etwa Niklas Golke, Sohn des Ex-St.Pauli-Profis André Golke. Doch bei der Verpflichtung Mucunskis soll es nicht bleiben. Walek hat Gespräche mit weiteren Kandidaten angekündigt. Damit das flaue Gefühl im Magen auch zukünftig einen weiten Bogen um den Kiesbarg machen muss.
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